Historie der Pfarrkirche St. Georg

1917 erlischt das Simultaneum in Plößberg und damit das Nutzungsrecht der Katholiken für die alte, heute evangelische Kirche. Ein neues Gotteshaus soll errichtet werden. Dafür gründet sich 1903 der Kirchenbauverein. Das Gebäude kostet rund 161 000 Goldmark. Planung und Bauleitung obliegt dem Regensburger Josef Koch. Die Grundsteinlegung erfolgt am 23. Juli 1916, die Arbeiten dauern bis 1918. Gebaut haben das Gotteshaus fast nur heimische Handwerker. Als Helfer müssen ältere Männer, Frauen und Kinder herhalten, denn die jungen Männer sind alle im Krieg. Ende November 1916 ist der Rohbau mit Dachstuhl fertiggestellt. Kunstmaler Halter aus Regensburg gestaltet von 1917 bis 1918 das Hochaltarbild nach einer Vorlage des Gymnasialprofessors Altheimer aus München. 1919 wird die neue Kirche an das eben vollendete Stromnetz angeschlossen. Den Hochaltar, zwei Seitenaltäre und die Kanzel im neuromanischen Stil kaufen die Erbauer der Stadtpfarrkirche Cham für 450 Mark ab. Am 13. Juni 1918 ziehen die Gläubigen feierlich in das Gotteshaus ein, zehn Tage später weiht es Bischof Henle. Am 4. Dezember 1923 erhebt der Bischof das Kuratbenefizium Plößberg zur Pfarrei. Der Turm wird erst drei Jahre später gebaut, wohl weil kein Geld dafür da war. Bei der Sanierung 1948 werden die Decken mit Schmuckornamenten versehen sowie die Deckenbilder und das Wandbild im südlichen Chorraum gemalt. Hauptaltar, Seitenaltäre und Kanzel werden überfasst, die Raumschale neu getüncht. 1985 bis 1989 erfolgt eine weitere Sanierung. (tr)
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