Historischer Zirkel Weidenberg übergibt Urkunden an Schlossherrn
Auf Pergamentpapier

Kirchenpingarten. (op) Bis zu 500 Jahre alt sind jene Urkunden und Protokollbücher, die im März 2015 vom Markt Weidenberg im Verbund mit den Gemeinden Speichersdorf und Kirchenpingarten vom Bayreuther Aktionshaus Rothenbücher erworben wurden. Eingefädelt hatte den Deal damals Norbert Sack vom Historischen Zirkel Weidenberg.

Sack ließ nun zwei dieser Dokumente, die jetzt im Archiv des Marktes Weidenberg sicher verwahrt werden, fotografieren. Abzüge davon überreichten die Mitglieder des Historischen Zirkels beim Schlossfest in Reislas an Josef Legath, den heutigen Besitzer des dortigen Schlosses, denn die älteste der von den drei Kommunen erworbenen Urkunden datiert vom 11. September 1542. Es handelt sich um einen Kaufvertrag auf Pergamentpapier, in dem das Schloss in Reislas nebst einigen Grundstücken in Dennhof vom damals schon hochbetagten Sebastian von der Cappel für 3200 Gulden an Jobst von Künsberg veräußert wird. Sebastian von der Cappel war Land- und Stadtrichter in Parkstein und später auch Oberforstmeister in Waldeck. Das Rittergut in Reislas, einst eine Art Verwaltungszentrum in der Frankenpfalz, hatte in den Jahren 1464 bis 1484 Sebastians Vater, Otto von der Cappel, errichten lassen.

Im zweiten Schriftstück, das Legath in Fotografie erhielt, wird die Belehnung von Reislas im Jahre 1628 beurkundet. Josef Legath ist ein Enkel des letzten Schlossverwalters Martin Philipp, der das Anwesen in Reislas im Jahre 1912 zusammen mit dem Müllermeister Thomas Bayerl und dem Wirt Josef Käß für 13 000 Reichsmark erworben hatte.
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