Hochzeit des Jahres?
Rupert Murdoch (84) und Jerry Hall (59) vorm Traualtar

London. Mit 84 denken viele Menschen schon mal an den großen Abschied, die letzte Reise. Nicht so Rupert Murdoch. Der wagt nochmals ein Jawort, einen Bund fürs Leben sozusagen. Morgen geleitet der Zeitungsmann und Medienunternehmer das Model und Schauspielerin Jerry Hall (59) in die St. Bride's Church - ausgerechnet. Denn Murdoch steht bereits in den Annalen der Kirche, und das nicht besonders glanzvoll.

Dass er die St. Bride's Church gewählt hat, in der 150 bis 200 Leute Platz finden, dürfte kein Zufall sein - ist aber pikant. Man sei weltweit als "Journalisten-Kirche" bekannt, die "allen, die in den Medien arbeiten, spirituelle Heimat bietet", heißt es auf der Website des Gotteshauses in der Fleet Street. Die war seit dem 18. Jahrhundert traditionell die Heimat der britischen Presse.

In Kapitel neun ihrer Chronik geht die Kirche kritisch mit Murdoch ins Gericht: 1986 herrschte geradezu Krieg zwischen Murdoch und den Zeitungsdruckern in der Fleet Street. 6000 Arbeiter waren damals im Streik, es ging um Geld und neue Technik, die für Drucker nur noch das Abstellgleis vorsah. Die Arbeiter seien ahnungslos gewesen, dass Murdoch klammheimlich ein neues Produktionszentrum im Osten Londons eingerichtet habe - und über Nacht seine Zelte in der Fleet Street abbrach. Murdoch wurde praktisch zum Totengräber des weltweit berühmten Zeitungsviertels.

Die genauen Umstände der Eheschließung - für Murdoch ist es die vierte - sind ein Geheimnis. "Es handelt sich nicht um eine kirchliche Trauung", sagt eine Sprecherin der Kirche in strengem Ton. Etwas spitz fügt sie hinzu: "Wenn sie hier ankommen, sind sie längst verheiratet." Unklar ist auch, ob Partner und Partnerinnen aus der Vergangenheit beim Fest auftauchen. Mick Jagger etwa, mit dem die Texanerin Hall ihre vier Kinder hat.
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