Hochzeitsvorbereitungen sollten nicht in Stress ausarten - Auch mal abschalten - Kleine Pannen ...
Locker bleiben, lächeln, genießen

Die Hochzeit ist der schönste Tag im Leben - oder sollte es zumindest sein. Ein Anspruch, der bei vielen Brautpaaren neben aller Euphorie und Vorfreude manchmal aber auch Unsicherheit und eine Art gesellschaftsbedingten Erfolgsdruck hervorruft.

Dies beginnt oft schon vor den Hochzeitsvorbereitungen und dem Heiratsantrag: Ist der Partner wirklich der Mann oder die Frau für das restliche Leben? Ist der Zeitpunkt der Heirat der Richtige? Auch das Heiratsalter kann Kopfzerbrechen verursachen. Sehr junge Bräute fragen sich oft, ob sie reif genug für eine lebenslange Bindung sind, während Frauen später dazu neigen mögen, die innere Uhr bereits ticken zu hören und sich mit Ehe und Familienplanung unter Zeitdruck setzen zu lassen.

Auf sein Herz hören

Ohne den Schritt in die Ehe auf die leichte Schulter zu nehmen - das Leben und die Liebe bieten keine Garantien. Bei der Entscheidung für eine Hochzeit sollte man zwar auch auf die Stimme der Vernunft, vielmehr jedoch auf sein Herz hören!

Ist die Entscheidung für eine Hochzeit gefällt, folgt nach dem romantischen Heiratsantrag die Phase der Hochzeitsvorbereitungen. Laut einer weddix-Umfrage zum Thema Hochzeitsplanung ist die Planungsphase tatsächlich von Höhen und Tiefen geprägt. 56 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen unterstreichen das Statement, dass sie "an einem Tag vor lauter Euphorie nicht von dem Thema abkommen, an anderen Tagen eher froh sind, wenn die Vorbereitungen ausgeblendet werden können."

Auf der anderen Seite lieben es 33 Prozent der Befragten, ihre Hochzeit zu organisieren. Sie nutzen dafür jede freie Minute und investieren sehr viel Zeit für die perfekte Traumhochzeit. Nur zwei Prozent der Teilnehmerinnen gaben an, ihre Hochzeit von einem Hochzeitsplaner gestalten zu lassen.

Für Bräutigam und Braut ist die Hochzeit ab sofort Thema "Nummer eins". Die Thematik ist allgegenwärtig und im Alltag stark präsent. Beim gemeinsamen Planen und Träumen rings um die Hochzeitsfeier, aber auch Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern gegenüber. Diese reagieren jedoch oftmals weniger enthusiastisch auf das Thema, als das Brautpaar im Planungs-Fieber sich das vielleicht erhofft.

Mann nicht überfordern

Die Braut sollte nicht vergessen, dass auch die Vorstellungskraft des Bräutigams nicht gar so ausgeprägt ist, wie ihre eigene und ihn deshalb nicht mit kleinsten Details und unterschiedlichen Variationen überfordern. Die Hochzeits-Organisation kann für Männer schnell zur Last werden, deshalb ist es besser, die Aufgaben klar zu definieren und dem Bräutigam die eher "männlichen Hochzeits-Aufgaben" zuzuteilen - etwa die Auswahl der musikalischen Untermalung und die Vorkehrungen für das Hochzeitsauto zu treffen.

Freunde und Verwandte freuen sich sicherlich aufrichtig mit dem Brautpaar - dass sie nicht mit derselben überbordenden Freude Hochzeits-Trends recherchieren, in Deko-Katalogen stöbern oder Lieder für die Trauzeremonie suchen, ist nur natürlich - für sie ist die Heirat nicht das aktuelle, lebensbestimmende Thema Nummer eins.

Auf der Zielgeraden der Hochzeitsvorbereitungen könnte sich das Brautpaar bereits entspannt zurücklehnen: Die wichtigsten Punkte der To-do-Liste sind abgehakt, bis auf wenige Kleinigkeiten ist die Hochzeit startklar. Doch gerade jetzt steigt bei den meisten noch einmal die Aufregung: "Haben wir wirklich an alles gedacht? Wurde kein Gast, kein Programmpunkt, kein liebevolles Detail vergessen?"

Vorfreude genießen

Genau diese vermeintliche Tatenlosigkeit kurz vor der Hochzeit ist es, die Brautpaare nochmals so richtig nervös werden lässt, meint auch Sylke Mann, Geschäftsführerin des Hochzeitsportals weddix.de. "In den Tagen direkt vor den Feierlichkeiten ist es besonders schwer abzuschalten. Doch Braut und Bräutigam tun gut daran, die Vorfreude wirklich zu genießen. Man sollte sich bewusstmachen, dass alles organisiert und gründlich geplant ist - jetzt ist es Zeit, sich zurückzulehnen und die Hochzeit zu leben."

Ein entspanntes Wochenende in trauter Zweisamkeit ist ein guter Nervositäts-Killer - Paare sollten lieber noch ein paar Tage wegfahren, als die einzelnen Schritte immer wieder durchzugehen.

Humor nicht verlieren

Auch am Tag der Hochzeit selbst können solche Mittel hilfreich sein - denn selbst das größte Organisationstalent im Hochzeits-Dschungel kann nicht jede Eventualität vorhersehen. Nicht selten passiert es deshalb, dass am großen Tag doch noch etwas schief geht: Der Braut bricht ein Fingernagel ab, der Bräutigam verhaspelt sich beim Ehegelübde - oder das Blumenkind isst die Blütenblätter lieber während des Gottesdienstes auf, anstatt sie später zu verstreuen.

In einem solchen Moment lautet die Devise: Durchatmen und den Humor nicht verlieren. Denn gerade ungeplante Schnitzer machen den Charme einer Feier aus - entscheidend ist, wie man damit umgeht. Locker bleiben, darüber lächeln, trotzdem genießen! Eine kleine Panne wird noch Jahre später Gesprächsthema werden und allen Beteiligten ein Lachen ins Gesicht zaubern. (Quelle: www.weddix.de)
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