"Hörst du die Windräder?"

Mit dem Thema Windenergie setzt sich ein Leser auseinander:

Das Gesetz wurde nur beschlossen, weil die Regierung den Bürgermeistern der kleinen Gemeinden die Verantwortung auf die Augen drücken wollte und sie dabei besser wegkommt. Hätten wir in Bayern so viele Windräder wie zum Beispiel in Sachsen-Anhalt, dann wäre mir um die Energiewende nicht bange. Wir bräuchten weniger Trassen, Gewinne und Steuern blieben in den bayerischen Kommunen.

Das Gesetz hebt Eon und RWE wieder auf die Podeste. Wer will da Aufsichtsrat werden? Das heutige Bayernwerk, eine hundertprozentige Eon-Tochter, hat nichts mit Bayern zu tun. Das sollen die Bayern nur glauben. Schauen wir uns einmal an, wer gegen Windräder und Stromtrassen ist. Eine ganz kleine Minderheit, die glaubt, dass man mit Russengas und geringeren Abgasen die Wende schafft. Nach Pegnitz waren bis zu 3000 Menschen aus ganz Bayern, sogar aus Baden-Württemberg und Hessen gekommen. Bayern hat fast 13 000 000 Einwohner. Beim Bürgerbegehren, das in Holfeld in der Fränkischen Schweiz mit großem Trara angezettelt worden war, stimmten 15 Prozent gegen die Windräder. Der Weidener Hausbesitzerverein brachte bei über 42 000 Weidener Bürgern 600 Stimmen auf die Liste.

Die Protestierer sollten einmal darüber nachdenken, ob die eigenen Windräder die Trassen verkleinern könnten. Unsere Mitmenschen und unsere Gemeinden bekämen Erträge und Steuern. Mein Freund wohnt 300 bis 400 Meter von zwei Windrädern entfernt. Ich fragte: "Hörst du die Windräder?" "Welche?", lautete die Antwort.

Hanns Meltzer,92660 Neustadt/WN
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