Hüpfen wie ein Känguru

Mit Sprungstelzen läuft man schneller, springt höher - und kommt mächtig ins Schwitzen. Manche Leute hüpfen damit in ihrer Freizeit durch die Gegend. Das Hobby ist aber nicht so einfach, wie es aussieht.

Samstagmittag, die Sonne scheint. Viele Leute gehen im Park spazieren, fahren Fahrrad oder picknicken. Eigentlich ist alles wie immer. Doch plötzlich hüpft Marek vorbei - wie ein Känguru. Der Junge ist neun Jahre alt und kommt aus der deutschen Hauptstadt Berlin. Er hat sich Sprungstelzen an seine Füße geschnallt und macht große Sprünge. Fast alle Leute schauen ihm staunend hinterher.

Gute Mischung

"Sprungstelzen sind eine Mischung aus ganz normalen Stelzen und einem Trampolin", sagt Marek. Diese Geräte haben verschiedene Namen: zum Beispiel Sieben-Meilen-Stiefel. Oder Bouncer (gesprochen: Baunser). Das ist Englisch und bedeutet in etwa Hüpfer oder Springer. Die Stelzen sind mit einer bogenförmigen Feder verbunden. Diese ist aus einem besonderen Kunststoff, auch Fiberglas genannt. Aus diesem Material sind zum Beispiel auch Sprungbretter im Schwimmbad gemacht. Der Vorteil: "Es bricht nicht so schnell", erklärt ein Experte.

Schnallt man sich die Sprungstelzen unter die Füße, wird die Feder durch das Körpergewicht gespannt. Wenn man dann hochspringt, katapultiert sie einen nach oben. So kann Marek größere Schritte und höhere Sprünge machen. Auch Tricks haben die Stelzen-Läufer drauf. Sie machen zum Beispiel einen Spagat in der Luft, wenn sie hochspringen. Manche trauen sich sogar einen Salto zu. "Ich übe schon seit zwei Jahren und finde es echt cool", sagt Marek. Er läuft auf den Stelzen schon wie ein Profi. Nur für die ganz großen Hüpfer braucht Marek noch ein bisschen. Er braucht nicht mehr Übung, sondern mehr Gewicht.

Denn je stärker die Feder durch Marek zusammengedrückt wird, desto stärker drückt sie ihn wieder nach oben. Von außen sieht das Laufen und Springen auf Stelzen total leicht aus. Dabei ist es gar nicht so leicht, das Gleichgewicht zu halten. Außerdem kostet das Hobby viel Kraft. Weite Strecken kann man mit den Stelzen kaum zurücklegen.

Nicht oft zu sehen

So praktisch wie ein Fahrrad oder ein Skateboard sind die Stelzen also nicht. Vielleicht sieht man deshalb so selten Leute auf Sprungstelzen herumlaufen. Marek und die anderen stört das nicht. Sie werden auch in Zukunft durch die Gegend hüpfen - und die Leute zum Staunen bringen.
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