"Hut ab" vor dem Verteidigungsminister und seiner Ehefrau

Deutschland und die Welt
21.12.2010
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Zur Reise von Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg nimmt ein Berufssoldat Stellung:

Das ist wieder eine typisch deutsche Reaktion auf eine im Kern doch sehr gute Sache. Unser Verteidigungsminister macht sich auf die Reise, besucht unsere Soldatinnen und Soldaten im fernen Afghanistan und hat auch noch die "Frechheit", seine Frau mitzunehmen.

Ein Aufschrei bei der Opposition. Nun, es ist allemal besser, wenn ein Verteidigungsminister seine Frau mitnimmt, als wenn er mit der Flugbereitschaft zu einem öffentlichen Termin ("rein zufällig" war seine Freundin auch dort) fliegt. So hat es ein ehemaliger Minister und Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer getan. Nur zur Erinnerung: Er gehört jener Partei an, welche jetzt lautstark die Trommel schlägt.

Ich zolle unserem Verteidigungsminister meinen Respekt, denn er hat den wohl wichtigsten Menschen in seinem Leben neben seinen Kindern, seine Frau, mit auf eine sehr gefährliche Reise genommen. Ich kann das sehr gut beurteilen, da ich diese Reisen und andere schon hinter mir habe und immer wieder froh war, wenn ich heil zurückgekommen bin. Die Menschen in Deutschland dürfen nicht vergessen, dass es sehr wenige Orte auf dieser Welt gibt, welche gefährlicher sind als Kundus in Afghanistan.
Es steht wohl außer Frage, dass meine Kameradinnen eher mit einer Frau über ihre Probleme sprechen, als mit einem Mann. Ich finde es sehr lobenswert, dass sich Frau zu Guttenberg dieser Aufgabe stellt. Hut ab!

Es steht unserem Verteidigungsminister doch sehr gut zu Gesicht, wenn er Flagge zeigt. Respekt und Anerkennung wünsche ich mir von allen Seiten. Ich frage mich, warum die Politiker, welche im Heimatland leben, sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen. Wir könnten uns eine Scheibe von unseren amerikanischen Freunden abschneiden. Eine solche Reaktion, welche die Opposition gezeigt hat, wäre in Amerika undenkbar.

Ich wünschte mir, es gäbe mehr solche herausragenden Persönlichkeiten auf unserer politischen Bühne und weniger "aufgeschreckte Hühner", welche sofort "losgackern", wenn einmal ein frischer Wind durch ihre warmen Amtsstuben weht. Lassen Sie uns etwas patriotischer sein, oder besser gesagt loyal gegenüber unseren Soldatinnen und Soldaten, denn die haben es allemal verdient, von ihrem Chef besucht zu werden.

Hans-Jürgen Gmeiner92637 Weiden
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