Hyundai i20: Größer und mit Fünfjahres-Garantie
Selbstbewusster Auftritt

Die Rückleuchten des neuen Hyundai i20 sind nun horizontal angeordnet und ragen in die Kofferraumklappe hinein. Bild: Hyundai

Der Hyundai i20 startet im schicken Blechkleid, deutlich größer und mit üppiger Fünfjahres-Garantie in die zweite Generation. Das weckt Lust auf das erst im Frühjahr kommende Coupé.

Als erster Vertreter einer von Hyundai und Kia gemeinsam genutzten Plattform ist der i20 etwas länger und breiter, dafür geringfügig flacher als der Vorgänger. Die Front wird von dem großen, mit Chrom umrahmten Kühlergrill dominiert. Auch die Heckansicht mit den jetzt waagerecht angeordneten Rückleuchten hat mehr Charakter als zuvor.

Wichtig für großzügige Platzverhältnisse ist der um fast fünf Zentimeter vergrößerte Radstand. Nicht nur, dass der Gepäckraum mit seinen 326 bis 1042 Litern größer ist als bei vielen Wettbewerbern, auch wähnen sich die Passagiere in der Fahrgastzelle beinahe in einem Fahrzeug der nächsthöheren Klasse.

Bei der Qualität der Materialien hat Hyundai einen großen Schritt nach vorn gemacht. Zwar wird, wie überall in diesem Segment, reichlich Kunststoff verbaut, er fasst sich aber angenehm an und ist ordentlich verarbeitet. Richtig edel sehen die drei zweifarbigen Interieur-Kombinationen für Cockpit und Türverkleidungen aus, die optional ohne Aufpreis erhältlich sind. Dagegen wirkt der einfarbig graue Armaturenträger beinahe ein wenig trist.

Neben der Basis-Ausstattung "i20" stehen noch die drei Linien Classic, Trend und Style zur Wahl. In der Grundausstattung sind elektrische Fensterheber vorn und ein höhenverstellbarer Fahrersitz an Bord, aber weder Klimaanlage noch Radio. Das viertürige Schrägheckmodell kommt im Dezember zu Preisen ab 11 950 Euro auf den Markt. Die Hyundai-Strategen gehen davon aus, dass sich mehr als die Hälfte aller Kunden für die Linie Trend ab 15 150 Euro entscheiden werden, die mit Tempomat, Sitzheizung vorn, beheizbarem Lenkrad, Spurhalteassistent, Nebelscheinwerfern und Parksensoren am Heck glänzt.

Beim Antrieb setzt Hyundai größtenteils auf bewährte, gründlich überarbeitete Motoren. Neu entwickelt wurde nur der 1,4-l-Benziner mit 100 PS. Den Einstieg markiert der aus dem Vorgänger bekannte 1,2-l-Benziner, der mit 75 oder mit 84 PS erhältlich ist. Dem 1,1-l-Dreizylinder-Diesel mit 75 PS wird ein Vierzylinder mit 1,4 Litern Hubraum 90 PS zur Seite gestellt.

Zu ersten Testfahrten standen die beiden Benziner zur Verfügung. Beide Motoren boten ordentliche, wenn auch keine sportlichen Fahrleistungen und wollten im hügeligen Hinterland mit fleißiger Schaltarbeit bei Laune gehalten werden. Hervorzuheben sind der gute Federungskomfort und die geringe Geräuschentwicklung. Eine Start-Stopp-Automatik wird nur für den mittleren Benziner und den kleinen Diesel angeboten und kostet 300 Euro Aufpreis.

Wer eine etwas forschere Gangart bevorzugt, muss sich noch bis Ende 2015 gedulden. Dann nämlich bringt Hyundai einen neu entwickelten Einliter-Dreizylinder mit 100 PS bzw. 120 PS. Der Motor mit Turboaufladung passt sicher auch hervorragend zum i20-Coupé, das im Frühjahr kommenden Jahres auf den Markt kommt. Hyundai verspricht für den Zweitürer ein eigenständiges, sehr sportliches Design.
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