Im Alltag

Zum Bericht und dem Kommentar vom 11. Februar über den Rückgang der Zahl junger Komatrinker schreibt eine Leserin:

Im Kommentar ist es sehr schön gesagt. Nicht den Stab über die vermeintlich verdorbene Jugend brechen, sondern erst Mal bei sich nachschauen, wie locker mit Alkohol bei jeder Feier, aber auch im ganz normalen Alltag umgegangen wird. Gehört er nicht schon zum guten Ton? In dicken Lettern geschrieben: Weniger junge Komatrinker. Spielt man damit die Tragik nicht schon wieder runter? Jeder ist einer zu viel.

Nur noch eine kurze Zeit, und die jungen ehemaligen Komatrinker sind erwachsene Frauen und Männer, Mütter und Väter. Wer hat die Gewissheit, dass sie mit heiler Haut davonkommen und nicht in die Abhängigkeit abrutschen? Dann ist die Katastrophe perfekt! Es wäre höchste Zeit, bei all dem Positiven, das schon passiert, sich noch viel mehr auf den Weg zu machen. Trotz aller beruflichen Belastung in den Familien sollten die Kinder immer noch oberste Priorität genießen. Haushalt und ... kann warten, erst kommt das Kind!

Zeit haben, hinhören, Verständnis zeigen, all das gehört dazu, wenn das Leben gelingen soll. Doch dürfen wir die Familien alleine lassen? Ist nicht jeder von uns gefordert? Staat, Gesellschaft, ganz besonders auch die kirchlichen Gemeinschaften - welcher Konfession auch immer - müssen ihr Bestmögliches tun, um unseren Kindern und Jugendlichen einen guten Weg zu zeigen. Gehen müssen sie ihn dann selber. Nehmen wir unsere Verantwortung wahr.

Maria Lacher-Öller, 92548 Altfalter
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