In Berufsinformationszentren gibt es geballte Infos für die Azubis von morgen - und dazu noch ...
Was will ich werden?

Kaum etwas ist so schwierig und so wichtig wie die Entscheidung, was man denn mal beruflich machen möchte. Welcher der unzähligen Berufe soll's denn sein? Mit diesen Tipps können sich Jugendliche die Entscheidung etwas erleichtern.

Land in Sicht!?

Es ist gar nicht so leicht, den richtigen Job zu finden. Woher soll man denn wissen, ob einem der Beruf wirklich Spaß machen wird? Schließlich ist so eine Entscheidung nicht ohne und will gut überlegt sein.

Manche waren clever und haben während der großen Ferien bei einem Betriebspraktikum schon mal Berufsluft geschnuppert. Andere haben vielleicht Bekannte, die in ihrer Traumbranche arbeiten und haben ihnen Löcher in den Bauch gefragt. Die können jetzt besser beurteilen, was sie in ihrer Ausbildung erwartet.

Fragen an Experten

Die Experten vom Arbeitsamt haben alle wichtigen Facts und Tipps zur Berufswahl.

Wie viele verschiedene Berufe gibt es eigentlich?

Das kann man gar nicht so genau sagen. Anerkannte Ausbildungsberufe in Betrieben gibt es in Deutschland etwa 300 bis 400. Dazu kommen aber noch die Ausbildungen, die man in Fachschulen oder im öffentlichen Dienst machen kann. Eigentlich sollte für jeden und jede der richtige Ausbildungsberuf darunter sein.

Woher soll denn ein Schulabgänger wissen, welcher Job für ihn in Frage kommt?

Egal, ob man schon eine Idee hat oder so gar nicht weiß, welche Möglichkeiten es gibt - das BIZ (Berufsinformationszentrum, gibt es in jedem Arbeitsamt) ist eine optimale Anlaufstelle. Hier kann man zum Beispiel mittels eines Computer-Tests schnell und unkompliziert seine Interessen und Eignungen abchecken.

Das Computerprogramm fragt bestimmte Kriterien ab und vergleicht die Antworten mit typischen Eigenschaften von mehr als 300 Ausbildungsberufen. Am Schluss erhält man eine Liste mit Berufsvorschlägen. Über die kann man sich vor Ort ganz genau informieren. Ist dabei gar nichts, womit man sich anfreunden könnte, dann hilft der Berufsberater weiter.

Wann sollte man denn spätestens anfangen, sich über Jobs und Ausbildungsplätze zu informieren?

Sinnvoll ist es sicherlich, mindestens ein Jahr vor Beendigung der Schule konkrete Informationen einzuholen und erste Bewerbungen zu schreiben. Bei besonders beliebten Berufen - etwa Reiseverkehrskaufleute, Bankkaufleute usw. - muss man schon früher anfangen. Die Unternehmen vergeben ihre Ausbildungsplätze hier nämlich über ein Jahr im Voraus.

Am besten, man guckt auch regelmäßig in die Zeitung. Da steht oft drin, wann Bewerbungsschluss bei großen Betrieben ist. Aber wie gesagt, die Faustregel ist: Ein Jahr vor Ausbildungsbeginn sollte man sich bewerben.

Und wenn man die Bewerbungsfrist verpasst hat und plötzlich ohne Ausbildungsstelle da steht...?

Dann gibt es zum einen die Möglichkeit, sich für eine andere Ausbildung zu bewerben. So flexibel sollte man sein. Und es gibt vielleicht zahlreiche attraktive Alternativen zum eigentlichen Wunschberuf. Dazu empfiehlt sich wieder ein Gang ins BIZ oder zur Berufsberatung.

Zum anderen kann man das Beste daraus machen und die Zeit sinnvoll nutzen. Zum Beispiel in Betriebspraktika Erfahrung sammeln oder als Au-Pair ins Ausland gehen. Das Schlimmste wäre, sich auf die faule Haut zu legen und nichts zu tun.

Was, wenn man zu schlechte Noten oder den falschen Schulabschluss hat, um in seinen Traumjob zu kommen?

Nicht verzweifeln. Man kann ja noch auf der Schule bleiben und einen höheren Abschluss machen - wenn man die Disziplin und das Zeug dazu hat.

Für Lernschwache bietet das Arbeitsamt zum Beispiel auch kostenlose Lehrgänge an, in denen sie gezielt auf die Berufsausbildung vorbereitet werden. Dabei werden Sprach- und Bildungsdefizite abgebaut und ein Einblick in die berufliche Praxis gewährt. (DGUV)
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