In der Gemeinde Theisseil gibt es jetzt eine Kinderkrippe - Zwölf Plätze für Kinder bis zu ...
Neues Zuhause für die Kleinsten

Theisseil/Letzau. (hch) Ab sofort herrscht Leben in der neuen Kinderkrippe, die an die Kindertagesstätte Löwenzahn angegliedert wurde. Am Sonntag, 3. Mai, um 9 Uhr wird das neue Zuhause für unter Dreijährige eingeweiht. Zwölf Plätze bietet der 120 Quadratmeter große Neubau in Letzau, der zwischen Kirche und Gemeindehaus eingepasst wurde.

Der pavillonartige Holzbau soll innen wie außen an ein Baumhaus erinnern. Durch das "Wegdrehen" des Baukörpers ist ein fast abgeschlossener Innenhof zum Gemeindehaus und zum bestehenden Kindergarten entstanden.

"In Theisseil wohnen sehr viele junge Familien. Von den insgesamt zwölf Krippenplätzen sind jetzt sieben vergeben", freuen sich Leiterin Stefanie Peschla und Bürgermeisterin Marianne Rauh. "Mit dem Bau der Krippe hat die Gemeinde auf den Wunsch dieser jungen Familien reagiert, Betreuungsplätzen für die ganz Kleinen zu schaffen", fügt Rauh hinzu. Aktuell werden in der Kita 21 Kinder betreut, eine Zahl die in den nächsten Jahren gehalten werden dürfte.

Die Fahrzeuge der Eltern parken wie bisher vor dem Haupteingang, der Zugang für Krippe und Kindergarten ist. Im "multifunktionalen Flur" gibt es für jede Altersgruppe genügend Freiraum. Um einen entspannten Baumhaus-Charakter zu erzielen, beginnen die Fenster auf Augenhöhe der Kinder.

Die unter den Fensterbänken angeordneten Aufbewahrungsschränke sind eine von mehreren raffinierten Detaillösungen. Wie selbstverständlich ergeben sich zusätzliche Sitzflächen - mit sonnigen Aussichten auf den Innenhof. Hier geht es bei schönem Wetter wortwörtlich "rund". Auf der Bobbycar-Rennstrecke toben sich die Knirpse aus, ohne mit dem realen Straßenverkehr in Kontakt zu geraten. Im Mehrzweckraum nutzen größere und kleinere Kinder gemeinsam die zahlreichen Sport- und Musikgeräte. Wer dabei müde wird, kommt im Schlafraum mit extrakleinem Oberfenster (Höhlenfunktion) zur Ruhe. Das behagliche Raumklima des Gebäudes beruht auf der kompletten Holzverschalung, innen und außen und darauf, dass weitestgehend ökologische Baustoffe verwendet wurden. "Das ergibt eine zeitlose Optik und angenehme Akustik", erläutert Architekt Markus Götz. "Dank optimierter Innenwandverkleidung, Perimeterdämmung und angepasstem Fußbodenaufbau nähern wir uns den Werten eines Niedrigenergiehauses." Das begrünte Flachdach sorgt in heißen Sommern für einen "kühlen Kopf" bei Kindern und Erziehern. Im Winter bietet die Fußbodenheizung warme Füße. Im Gruppenraum bringen bunte Klötzchen, Kissen und Kuscheltiere tüchtig "Farbe ins Spiel". Auf die Minis warten Spielburg, Rutschturm und Kuschelecke. Gleich gegenüber sind die Einbauküche und die Ruheoase. Ein Blick in den Schlafraum weckt traumhafte Erinnerungen. Bei den farbenfroh bezogenen Bettchen gibt es kein Anecken, sie sind rundum gepolstert. Im gefliesten Wickelraum hat jedes der zwölf Kinder seinen individuellen Stauraum, genau wie im Flur.

Rund 415 000 Euro wurden in das Bauwerk investiert. Insgesamt umfasst das Gebäude einen Gruppenraum mit Küchenzeile, Mehrzweck- oder Intensivraum mit Klettergeräten und Rutsche, Ruheraum, Wickelraum, Personal-WC, Lager, Garderobenbereich und ein Elterncafé.

Wie im Kindergarten übernehmen die Johanniter die Betriebsträgerschaft. Leiterin Stefanie Peschla wird von der angehenden Erzieherin Karin Bösl und Kinderpflegerin Tanja Sommer unterstützt.
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