In der Weihnachtszeit ist viel zu tun

Nicht zur Arbeit gehen. Dafür lange Spaziergänge mit der Familie machen und zusammen leckeres Essen futtern. Darauf freuen sich Leute an Weihnachten. Doch nicht alle haben frei. Manche gehen arbeiten - so wie Christoph Hundehege.

Christoph Hundehege arbeitet in einem Luxus-Hotel in Berlin. Er ist Concierge (gesprochen: konsjärsch). In diesem Beruf ist er für alle besonderen Wünsche der Hotelgäste zuständig - auch zur Weihnachtszeit. Er kümmert sich darum, dass sich die Gäste im Hotel wohlfühlen. dpa-Nachrichten für Kinder erzählte der 35-Jährige von seinem Beruf.

Wie sind Sie Concierge geworden?

Christoph Hundehege: "Ich habe nach der Schule zuerst eine Hotel-Fachausbildung begonnen. Gleich im ersten Hotel habe ich den Beruf des Concierge spannend gefunden. Deshalb bin ich drangeblieben. Ich habe in Städten wie Paris, New York und Berlin gearbeitet. Immer in den großen Hotels. Da habe ich jede Menge erlebt und viele Erfahrungen gesammelt."

Wie gelingt es Ihnen, die Wünsche ihrer Gäste zu erfüllen?

Christoph Hundehege: "Das klappt vor allem, weil ich viele Leute kenne. Für mich ist es sehr wichtig, die Stadt gut zu kennen, in der ich arbeite. Ich muss etwa wissen, welche Restaurants oder welche Museen wirklich gut sind. Nur so kann ich den Gästen auch wirklich gute Tipps geben. Es reicht also nicht, einfach nur hier im Hotel gute Arbeit zu machen. Ich muss auch sonst viel unterwegs sein. Man muss diesen Beruf leben."

Wie sieht ihr Beruf in der Weihnachtszeit aus?

Christoph Hundehege: "An den Feiertagen ist hier genauso viel los wie das ganze Jahr über. Aber es gibt weihnachtliche Wünsche. Einmal sind wir mit einer Familie in den Wald gefahren. Dort konnte sie ihren eigenen Weihnachtsbaum schlagen. Die Eltern haben den Baum dann mit ihren drei Kindern gemeinsam geschmückt. Nur eben nicht zu Hause, sondern auf ihrem Hotelzimmer."

Lassen Sie sich im Hotel auch etwas für Kinder einfallen?

Christoph Hundehege: "Ja, wir dekorieren gemeinsam Adventskränze, backen Kekse und gießen mit unserem Koch Schoko-Weihnachtsmänner. Aber man kann ja auch außerhalb des Hotels viel unternehmen. In Berlin gehen wir zum Beispiel mit den Kindern in den Zoo. Und in Paris habe ich einmal mit meinen jungen Gästen eine Schnitzeljagd durch ein großes Museum veranstaltet."

Was mögen Sie an Ihrem Beruf und was weniger?

Christoph Hundehege: "Ich mag die Abwechslung besonders gern. Man weiß nie, was als Nächstes kommt. Durch die vielen Gäste und ihre unterschiedlichen Wünsche kennt man sich immer besser aus. Nicht so viel Spaß macht es natürlich, wenn man den ganzen Tag am Telefon sitzen muss. Weil zum Beispiel das Gepäck eines Gastes am Flughafen verschwunden ist. Da ist es schon schöner, Theaterkarten und Ausflüge zu organisieren." (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Berlin (7520)Kinderseite (7289)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.