In Hesslach und Gossenreuth ist am Faschingsdienstag ein eigenartiges Faschingsvölkchen ...
Strohbär, Gendarm, Trompeter

Weidenberg. (op) Während in anderen Orten rührige Faschingsgesellschaften zur Galasitzung oder gar zum großen Gaudiwurm einladen, ist die Fastnachtskultur in Weidenberg weniger ausgeprägt, denn hier gibt es keine Karnevalssitzung und keinen Verein, der so etwas auf die Beine stellen könnte.

Und dennoch, zwei kleine Dörfer, nur zwei Kilometer vom Weidenberger Untermarkt entfernt, haben den Faschingsmuffeln seit nunmehr 20 Jahren den feucht-fröhlichen Kampf am Faschingsdienstag angesagt,

Die Rede ist von der 50-Seelen-Ortschaft Hesslach und dem etwa gleich großen Nachbardorf Gossenreuth. Hier gründete sich 1995 ein Dorfverein, der sich die Förderung des alten Brauchtums auf die Fahne geschrieben hat. Und dazu gehört am Tag vor Aschermittwoch ein historischer Umzug, so wie er in alten Zeiten stattfand: mit alten Trachten und Uniformen, aber ohne Motivwagen, auf denen üblicherweise die große Politik auf die Schippe genommen wird. Immer mit von der Partie sind ein Prinzenpaar (manchmal sind es auch zwei Männer), ein Strohbär, ein Gendarm und ein Trompeter. Ein Rothelm in alter Uniform führt zudem in jedem Haus eine "Feuerschau" durch, die durch den "Gemeindediener" Peter Dörfler angekündigt wird. Fast jedes Haus wird abgeklappert, wo es für die Akteure neben allerlei Essbaren und Süßigkeiten meist auch eine hochprozentige Stärkung gibt.
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