In Ruhe leben und sterben lassen
Briefe an die Redaktion

Zum Bericht "Die letzten Tage der Nigerlbuche" vom 20./21. Dezember 2014

"Wir alle wollen unseren Status als Ferienregion festigen und ausbauen. Doch da wir sonst nicht viel zu bieten haben, werben wir mit unserer ursprünglichen Natur. Doch die Natur ist wild, unberechenbar und gefährlich. Selbst einem prachtvollen, wenn auch beschädigten Baum, wie dieser einmaligen Buche in freier Flur, wird die Daseinsberechtigung abgesprochen.

Wozu ein Naturdenkmal ausweisen, wenn es jederzeit durch einen formlosen Antrag beseitigt werden kann? Ein denkmalgeschütztes Gebäude abzubrechen dürfte weitaus schwieriger sein. Kein Mensch außerhalb der Land- und Forstwirtschaft ist gezwungen, diesen Weg zu benutzen oder sein Auto darunter zu parken. Eine Absperrung und eine Warntafel würden genügen, dann kann jeder selbst entscheiden oder das Risiko auf sich nehmen oder den Baum großräumig umwandern.

Ein Baum lebt, wächst und stirbt in anderen Zeiträumen wie ein Mensch. Auch ein sterbender Baum hat einen hohen ökologischen Nutzwert, vor allem für Insekten und Vögel. Er wird noch Herz und Augen von vielen erfreuen, wenn wir längst das Zeitliche gesegnet haben. Trotzdem wäre es natürlich wünschenswert, Bäume für nachfolgende Generationen zu pflanzen. Der Altmugler Buche war es nicht vergönnt, aber lassen wir doch dieses wunderbare Naturdenkmal in Ruhe leben und sterben, so wie es der Bavariabuche auch ermöglicht wurde."

Roswitha UlrichNeualbenreuth

Zugluft in der Dampfgrotte

Zum Leserbrief "Baustellencamping war lange genug" eine Ergänzung zum Thema Sibyllenbad.

"Auch meine Frau und ich sind schon ewige Zeiten Besucher des Bades. Obwohl schon lange Einweihung gefeiert wurde, ist bis heute noch vieles im Argen. Auch die schöne Beleuchtung mit wechselten Farben kann nicht darüber hinweg täuschen, dass in der Dampfgrotte die Sitzbänke einfach zu kalt sind. Auch die Duschen haben eine viel zu niedrige Raumtemperatur,die sich auch in der Umkleide niederschlägt. Zugluft in beiden Einrichtungen garantieren eine Erkältung. Hier ist es wohl der Luftaustausch der vom Volumen her zu niedrig ist. Wenn im Winter immer weniger Badegäste kommen, liegt es nicht nur am Wetter, sondern auch daran, dass viele Angst vor einer Erkältung haben.

Auch die Veränderungen im Bad selbst sind für mich nicht nachvollziebar. Durch den Bau des neuen Hotels verspricht man sich doch mehr Gäste. Warum wird dann auf der Empore im Bad der Ruheraum verkleinert und ein Büro dort eingerichtet. Dieses Büro gab es an anderer Stelle schon einmal und ich bin nicht sicher ob dafür Gelder bewilligt wurden. Aber an anderer Stelle wurde reichlich gespart. So fällt in der Männerdusche nach nur sechs Monaten die Farbe in Placken von der Decke. lm neuen Whirlpool sind noch heute die Silikonreste vom Ausspritzen an der Wandverkleidung und auch im Außenbereich wird gespart.

Oft fehlt es an der nötigen Sauberkeit im Kneippbecken (müsste öfter gereinigt werden). Würde man das Personal vor Ort mehr zu den Entscheidungen hören, so könnte vieles im Vorfeld ausgeräumt werden. Dann befindet sich an der Rezeption ein Kasten für Lob und Tadel. Viele Gäste gehen davon aus, dass es ein "Alibi-Kasten" für die Verwaltung ist. Von den vielen Anregungen die dort eingeworfen wurden, ist bis heute noch nicht einmal darüber gesprochen worden. ln der Hoffnung, dass sich bald etwas ändert verbleibe ich.

Bruno FerberRothenbürg

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