In unzähligen Altbauten wird ohne Dämmung kostspielige Heizenergie vergeudet
Teure Energie-Sünden

Ein behagliches Zuhause wird immer mehr zum kostspieligen Vergnügen - Grund dafür sind die stetig steigenden Energiepreise. Privathaushalte gaben beispielsweise allein im Jahr 2013 rund 53,7 Milliarden Euro für Heizung, Warmwasser, Klimatisierung und Beleuchtung aus, berichtet der Gebäudereport 2015 der Deutschen Energie-Agentur (dena). Das sind fast zehn Milliarden mehr als noch ein Jahrzehnt zuvor.

Energieverschwendung

In unzähligen Gebäuden wird weiter buchstäblich zum Fenster oder auch zur Fassade herausgeheizt. Bis zu 70 Prozent der Heizkosten ließen sich in Altbauten durch ein energetisches Sanieren einsparen.

Schon ein Blick auf die Verbrauchswerte älterer sowie moderner Wohngebäude macht das Ausmaß der Vergeudung deutlich: "Der rechnerische Durchschnittsverbrauch bei den insgesamt 39 Millionen Wohnungen in Deutschland beträgt 22 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Neubauten hingegen dürfen heute maximal sieben Liter verbrauchen", erläutert Dr. Hartmut Schönell, geschäftsführender Vorstand des Industrieverbands Hartschaum. Diese Differenz wirke sich direkt auf die Heizkosten aus.

Dämmung gut planen

Der Experte empfiehlt daher, Altbauten mit einer Wärmedämmung zu versehen - allerdings ohne dabei in Aktionismus zu verfallen: "Nur gut geplante und professionell ausgeführte Arbeiten bringen tatsächlich den gewünschten Nutzen", so Dr. Schönell weiter.

Der erste Weg sollte deshalb stets zu einem Energieberater führen: Dieser analysiert die Gebäudesubstanz und schlägt wirksame Maßnahmen vor.

Wichtig ist zudem die Auswahl eines effizienten Dämmmaterials: EPS-Hartschaum etwa ist für seine gute Dämmwirkung und seine Langlebigkeit bekannt. "Langzeituntersuchungen zeigen, dass Wärmedämmverbundsysteme eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren haben - wenn sie vom Profi fachgerecht installiert wurden", sagt Dämmexperte Dr. Hartmut Schönell. Von einer Do-it-yourself-Dämmung rät er ab. (djd)
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