In vielen Ländern der Erde war das Wetter an den Feiertagen ein vieldiskutiertes Thema
Wetter spielt an Weihnachten verrückt

Heftige Regenfälle haben in Großbritannien Überschwemmungen verursacht. "An vielen Orten haben wir den Höhepunkt noch nicht erreicht", warnte Umweltministerin Elizabeth Truss. Dieses Foto aus Ribchester hat das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht. Soldaten unterstützen die Rettungsteams. Bild: dpa

Hochwasser in Großbritannien, Buschbrände in Australien: In vielen Ländern der Erde war das Wetter über die Weihnachtsfeiertage ein vieldiskutiertes Thema. In Russland gab es Rekord über Rekord.

Großbritannien/Dänemark

Berlin/London. Die Hochwasserlage im Norden Englands ist nach schweren Regenfällen brisant. In der Nacht zum Sonntag mussten erneut Hunderte Briten bei York und Leeds ihre Häuser verlassen, Tausende waren alleine in der Region Manchester ohne Strom. Manche Flüsse sind weiter über die Ufer getreten als je zuvor. Umweltministerin Elizabeth Truss nannte die Lage "beispiellos". Auch in Dänemark hat Dauerregen zahlreiche Straßen überflutet und Wohnungen unter Wasser gesetzt. Mancherorts traten Flüsse über die Ufer.

Deutschland

Fast 17 Grad war es über Weihnachten in einigen Orten in Deutschland warm. An der Spitze lag an Heiligabend Freiburg mit 16,8 Grad. Sonnenbad auf der Parkbank, Herumtollen im T-Shirt - erst zum Jahresausklang soll das Wetter winterlich werden, sagt der Deutsche Wetterdienst.

Russland

Die an Kälte gewöhnten Moskauer erleben zurzeit eine "Dezember-Hitze". Am Freitag maßen die Meteorologen in der russischen Hauptstadt 4,1 Grad Celsius. Noch nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 135 Jahren war es an einem 25. Dezember so warm, meldete die Agentur Tass. Seit dem 20. Dezember registrierten die Meteorologen in Europas größter Stadt jeden Tag historische Höchstwerte.

USA

Tornados und Überschwemmungen machten vielen US-Amerikanern zu schaffen. Im Süden der Vereinigten Staaten starben nach Angaben vom Sonntag mindestens 28 Menschen durch Wirbelstürme. Bei frühlingshaften Temperaturen in Teilen des Landes und Winterstürmen andernorts waren Straßen überflutet sowie Häuser und Fahrzeuge beschädigt worden.

Australien

Ungewöhnlich heiß war es in einigen Regionen Australiens, wo derzeit Sommer herrscht. Buschbrände zerstörten im Süden weit über 100 Häuser. Weite Landstriche verkohlten.

Südamerika

Nach Überschwemmungen im Zuge des Wetterphänomens El Niño sind in Südamerika mindestens 8 Menschen gestorben, mehr als 150.000 mussten ihre Häuser verlassen. Am schlimmsten wurde an den Weihnachtstagen Paraguay getroffen. Dort starben 4 Menschen, über 130.000 Betroffene verließen nach dem Anstieg mehrerer Flüsse ihre Häuser, wie die Behörden mitteilten. 125.000 Häuser waren ohne Strom.
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