In wenigen Wochen beginnt die Heizsaison - Tipps, wie sich unnötige Heizkosten vermeiden lassen
Schluss mit der Verschwendung

Auch wenn es derzeit bei den heißen Temperaturen gerne verdrängt wird: In wenigen Wochen beginnt die neue Heizsaison - und vielen Bundesbürgern wird schlagartig bewusst, dass sie Maßnahmen zur Verhinderung von Energieverschwendung wieder nicht angepackt haben. Aber es ist nie zu spät.

Teures Vergügen

Aktuell sind die Heizkosten zwar niedrig, mittel- und langfristig dürften sie aber steigen. Es lohnt sich daher, das niedrige Zinsniveau für eine effiziente Dämmung zu nutzen, die dauerhaft erhebliche Heizkosteneinsparungen bewirkt. Ein Haus mit modernem Energiestandard gewinnt zudem an Wert und erzielt im Fall eines Verkaufs oder einer Vermietung bessere Preise.

Hocheffizienzdämmungen haben einen entscheidenden Vorteil: Durch deutlich überlegene Wärmedurchgangswerte können sie an der Fassade und auf dem Dach wesentlich schlanker aufgebaut werden. Die lieb gewonnene Ansicht des eigenen Hauses verändert ihr Aussehen und ihre Proportionen dadurch nur geringfügig. Polyurethandämmungen etwa sind langlebig sowie resistent gegen Schimmel, Mikroorganismen und Kleintiere.

Wer eine Heizungsmodernisierung angeht, sollte auch ein Lüftungskonzept mit Wärmerückgewinnung in seine Überlegungen einbeziehen. Der Fachhandwerker weiß, welche Heizungs- und Lüftungstechnik dafür besonders gut geeignet ist. Er hat die regionalen Gegebenheiten und die Wünsche des Hausbesitzers im Blick.

Ältere Eigenheime, die sich energetisch nicht mehr auf dem heutigen Stand der Technik befinden, werden in der kalten Jahreszeit zum teuren Vergnügen: Ohne Wärmedämmung und energieeffiziente Fenster heizen die Bewohner buchstäblich zum Fenster heraus - so groß sind die Wärmeverluste, die durch Glasflächen und die ungedämmte Fassade entstehen. Dabei lässt sich auch ohne eine umfassende Sanierung einiges tun, um die Heizkosten zu reduzieren. So kann beispielsweise ein textiler Fensterschmuck dabei helfen, den Energiebedarf dauerhaft zu reduzieren. Rollos, Plissees, Jalousien oder Vertikalvorhänge wirken wie ein "Airbag" für mehr Wohnwärme.

Immer zum Fachmann

Wärmeverluste durch alte Haustüren werden oft unterschätzt. In die Jahre gekommene Holztüren schließen oft nicht mehr richtig. Durch Ritzen und Spalten zwischen Türblatt und Rahmen pfeift buchstäblich der Wind, im Winter kann die Kälte an dieser Schwachstelle nahezu ungehindert ins Haus eindringen. Dass Rahmen und Tür selbst kaum wärmegedämmt sind, fällt da schon fast nicht mehr ins Gewicht. Moderne Aluminiumtüren sperren Kälte und Luftzug dagegen dauerhaft wirkungsvoll aus. Solche energieeffiziente Modernisierungen sind förderfähig - von der KfW gibt es deshalb staatliche Unterstützung.

Weg von fossilen, endlichen und klimaschädlichen Energieträgern - und hin zu nachhaltigen, regenerativen Energien wie etwa Holz. Sowohl ökonomische als auch ökologische Gründe sprechen für den Einsatz eines modernen, holzbefeuerten Kachelofens, Heizkamins oder Kaminofens. Einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet man, wenn die Holzfeuerung mit Wassertechnik und Solarthermie kombiniert wird. Die entsprechenden Möglichkeiten reichen vom Einzelofen bis zum vernetzten modularen Heizsystem für das ganze Haus. Für ein optimales Holzheizungs-Konzept sollte man die individuelle Beratung eines Ofen- und Luftheizungsbauers nutzen. (djd)
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