Infektion gilt als unwahrscheinlich
Lassa: Keine Gefahr

Köln. Ein 46-jähriger Patient, der in Köln an Lassa-Fieber gestorben ist, stellte zu keinem Zeitpunkt seines Aufenthalts in Deutschland eine Gefährdung für die Bevölkerung dar. Das sagte Prof. Gerhard Wiesmüller, Leiter Infektionsschutz am Gesundheitsamt Köln, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Der aus Togo eingereiste Mann habe in Deutschland nur mit medizinischem Fachpersonal zu tun gehabt. 33 Mitarbeiter der Uniklinik und 12 Mitarbeiter des Gesundheitsamtes seien als Kontaktpersonen identifiziert worden. Sie hielten sich zuhause auf und würden medizinisch überwacht. Eine Infektion mit dem Erreger sei jedoch sehr unwahrscheinlich. Es habe sich um einen US-Staatsbürger gehandelt, der als Krankenpfleger in Togo gearbeitet habe, hieß es weiter. Der Mann war Ende Februar in Köln eingetroffen und befand sich bereits im sehr kritischen Zustand. Am nächsten Tag starb er.

Weitere Untersuchungen hätten "die überraschende Diagnose einer Lassa-Virus-Infektion" bestätigt, sagte Edgar Schömig, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. Überraschend deshalb, weil Togo nicht als Infektionsgebiet gegolten habe und in 42 Jahren zuvor nur fünf Fälle von Lassa-Fieber in Deutschland aufgetaucht waren.
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