Internationalisierung des ZF-Konzerns - Präsenz an über 230 Produktionsstandorten weltweit
Von Friedrichshafen in die Welt

April 1959 brachen neun ZF-Mitarbeiter von Friedrichshafen aus zu einer 14 Tage langen Seereise auf. Ihr Ziel: São Caetano do Sul, südwestlich von São Paulo. Für ZF bedeutete der Gang nach Brasilien die Gründung des ersten Fertigungsstandorts in Übersee - ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

Mit dem Beschluss zum Bau eines Werks in Brasilien begann vor knapp 60 Jahren die Internationalisierung des Konzerns und damit die heute selbstverständliche globale Ausrichtung des Unternehmens. Aktuell verfügt ZF nach der TRW-Übernahme mit ihren weltweit rund 134.000 Mitarbeitern an 230 Standorten in über 40 Ländern.

Knapp die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftete ZF 2014 außerhalb von Westeuropa - Tendenz steigend. Wenn Automobilhersteller ihre Werke eröffnen, ist ZF meist schon vor Ort - und bietet überall auf der Welt marktgerechte Mobilitätstechnologien. Flankiert wird die internationale Ausrichtung von weltweiten Service-Aktivitäten des Konzerns.

Der Strategie, den Kunden auf Auslandsmärkte zu folgen, folgt ZF noch heute. Der Gründung in Brasilien schloss sich der Aufbau weiterer Fertigungsstätten in Europa, Südafrika, Nordamerika und Asien an.

Die Ausweitung der Produktion nach Brasilien fand ihr Gegenstück in der Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter an den deutschen ZF-Standorten. Die erste und zunächst größte Gruppe stammte aus Italien, hinzu kamen Spanier, Griechen, Jugoslawen, Österreicher und Franzosen sowie zahlreiche türkische Kollegen. Viele Gastarbeiter der ersten Generation verbrachten ihr ganzes Arbeitsleben bei ZF, aus Fremden wurden Kollegen.

Der Erfolg von ZF auf dem chinesischen Markt beispielsweise lässt sich bereits auf die 60er Jahre zurückdatieren. Damals konnte das Unternehmen schon bescheidene Exportumsätze in der Volksrepublik China sowie in Hong Kong verzeichnen. Heute verfügt der Konzern über mehr als 20 Produktionsstandorte im Reich der Mitte für den lokalen Markt.

Überall auf der Welt greifen Hersteller auf den Technologieführer ZF zurück, wenn es um Antriebs- und Fahrwerktechnik für moderne Pkw geht. Mit seiner Erfahrung im Aufbau lokaler Fertigungen in allen wesentlichen Automobilmärkten hat sich ZF auch ein effizientes Lieferanten-Netzwerk geschaffen. Immer öfter bearbeiten zudem Ingenieure in den ZF-Entwicklungsstandorten wichtige Pakete der Produkt- oder Anwendungsentwicklung vor Ort - nach marktspezifischen Vorgaben. Doch auch die Gründung von Service- und Kundendiensteinrichtungen in allen bedeutenden Märkten spielte eine wichtige Rolle bei der Internationalisierung von ZF.
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