Ja, schreiben Sie Leserbriefe!
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Leserbriefe schreiben" im NT vom Mittwoch:

Der Leserbrief als Medium, das seit 1786 dazu dient, auf einen Zeitungsartikel zur reagieren, ihn richtigzustellen oder zu ergänzen, ist wichtig für die offene Meinungsäußerung in unserer Gesellschaft. Dass nun eine Vereinigung dazu aufruft, vermehrt zu einem Thema - der Stadtgalerie - Leserbriefe zu schreiben, finde ich nicht verwerflich. Verwerflich finde ich die Arroganz, die man einem kooperativen und kompromissbereiten Investor nun seit Jahren entgegenbringt.

Ganz nach dem Motto " Wir wissen alles besser" wird versucht, einem renommierten Unternehmen, das aktiv und erfolgreich in einem nicht gerade einfachen Geschäftsfeld agiert, Vorschriften zu machen, wie dieser seine Investition zu gestalten hat. Unsere Stadt braucht eine Stadtgalerie als Magnet und Anreiz für unsere schöne Stadt. Sie bringt zum einen Arbeitsplätze für unsere Bürger und zum anderen wieder mehr Leben ins Zentrum von Weiden.

Viele freuen sich auf die Stadtgalerie, und deshalb bitte ich Sie alle: Ja, schreiben Sie Leserbriefe - schreiben Sie sie für unsere Stadtgalerie, lassen Sie diese "Möchtegern-Experten" meckern, glauben Sie an die Erfahrungen und den aktiven Einsatz des Investors. Er lässt das Hertie/Dänner-Areal in neuem Glanz erstrahlen. Für die Stadtgalerie - für unsere Stadt

Tobias ReicheltWeiden

Verkehrschaos vorprogrammiert

Die Bürgerinitiative "Weiden - Unsere Stadt" bat um Stellungnahmen zu ihren Forderungen in Form von Leserbriefen. Die BI nimmt für sich in Anspruch, mit ihren Forderungen das Wohl der Bürger zu fördern, glaubt sich im Wissen um die besten Entwicklungen. Weit gefehlt! Eine Verlängerung der Fußgängerzone vom Unteren Tor bis zum Ende der Max-Reger-Straße kann nicht im Sinne ALLER Bürger sein.

Vor rund 35 Jahren wurden der Abriss des "Anker" und die Schaffung der problemlosen Verkehrsverbindung zwischen Naabwiesen und Innenstadt geschaffen und gefeiert, jetzt soll sie wieder aufgegeben werden. Mit schwerwiegenden Folgen: Die Stadtteile Rehbühl, Mooslohe und Pressather Wald würden von der Innenstadt förmlich abgeschnitten, Schulen und Rathaus wären nur noch über Umwege zu erreichen. Der Verkehrsfluss in Neustädter-/Prinz-Ludwig-/Nikolai-/Schiller-/Bahnhofstraße ist bereits heute in beiden Richtungen überlastet und voller Störungen, zu jeder Tageszeit staut sich der Verkehr. Wenn nun der Verkehr der drei genannten Stadtteile auch noch durch die Schillerstraße geführt würde, ist das Chaos programmiert.

Es muss doch möglich sein, die Straßenführung Sedanstraße/Dr.-Pfleger-Straße zu "beruhigen", ohne sie komplett für den Pkw-Verkehr zu sperren. Denkbar wäre, die Situation ähnlich der Regelung in der Ring-/Wörthstraße zu gestalten: Der Verkehr kann ungehindert fließen, Fußgänger und Pkw behindern einander nicht, aufgrund der "weichen" Verkehrsregelung nimmt jeder Rücksicht auf den anderen.

Eine Straße ist schnell gesperrt, die Folgen stellen sich erst danach heraus. Am häufigsten und zu Recht beklagen sich die Fußgänger über die langen Wartezeiten an den Fußgängerampeln im Bereich zwischen Issy-Platz und C&A. Gibt man den Fußgängern den Vorrang, verkürzt die Fußgänger-Ampel-Wartezeiten, dann wäre das Problem gelöst. Warum also gleich die radikale Lösung, wenn es kleine Schritte auch tun? Und die drei westlichen Stadtteile würden "angehängt" bleiben.

Dietlind KempfWeiden

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.