Japans Kaiser Akihito
Spekulationen über Rücktritt

Kaiser Akihito. Bild: dpa

Tokio. Eine seltene öffentliche Ansprache des japanischen Kaisers Akihito hat erneut Spekulationen über seine mögliche Abdankung ausgelöst. "Ich mache mir Sorgen, dass es schwieriger für mich sein könnte, meine Pflichten als Symbol des Staates mit meinem ganzen Dasein zu erfüllen, wie ich es bisher getan habe", sagte der 82-Jährige in einer am Montag im Fernsehen ausgestrahlten Videobotschaft. Direkt äußerte er sich nicht zu einer Abdankung - Medien spekulierten aber darüber, dass die Ansprache ein erstes Anzeichen dafür sei.

Bereits im Juli hatten japanische Medien berichtet, dass Akihito eine Abdankung erwäge. Unter Berufung auf Regierungskreise berichteten sie, der Kaiser wolle den Thron seinem ältesten Sohn, Kronprinz Naruhito (56), überlassen. Eine Abdankung sieht das japanische Thronfolgegesetz nicht vor - dies müsste das Parlament also erst einmal ändern. Der letzte Kaiser, der seinen Thron aufgab, war Kaiser Kokaku im Jahr 1817.
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