Jugendämter prüfen häufiger Kindeswohl

Wiesbaden. Die Jugendämter in Deutschland prüfen immer häufiger, ob das körperliche oder psychische Wohl eines Kindes in Gefahr ist. Rund 129 000 solcher Verfahren wurden 2015 gezählt. Das waren 4,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Bereits in den Jahren zuvor waren die Verfahrenszahlen deutlich gestiegen: von 2013 auf 2014 um 7,4 Prozent. Die Fachleute stellten rund 20 800 Mal eine akute Kindeswohlgefährdung fest. Das waren 11,7 Prozent mehr als 2014. Bei manchen Kindern schätzten die Jugendämter die Situation auch mehr als einmal ein. In weiteren knapp 24 200 Verfahren konnte eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden (plus 7,9 Prozent). Polizei, Gerichte und Staatsanwaltschaften machten am häufigsten auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam (21,7 Prozent).

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