Junge Männer für Mord an schwangerer Frau verurteilt
Lange Haftstrafen für „Gemetzel“

Braunschweig. Über zehn Jahre müssen zwei junge Männer in Haft, weil sie im Februar "ein Blutbad anrichteten, ein Gemetzel", wie der Vorsitzende Richter Wilfried Knieriem sagt. Brutal töteten die damals 19-Jährigen eine schwangere 18-Jährige aus Salzgitter und ihr ungeborenes Kind. Der Grund dafür: Der eine Angeklagte wollte nicht Vater des Babys werden.

Zwölf Jahre muss er nun ins Gefängnis, sein Kumpel elf. Das Landgericht Braunschweig verurteilte die beiden nach dem Jugendstrafrecht und stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Die beiden hatten die 18-Jährige im Februar in ihrer Wohnung besucht. Die Tat hatten sie da bereits genau geplant. Sie brachten Wechselklamotten, ein Messer und Tüten für die blutige Kleidung mit. Zuerst verwickelten sie die Frau in ein Gespräch. Als sie sich kurz umdrehte, schlug der Vater des Ungeborenen sie nieder, sein Kumpel stach ihr mehrfach mit dem Messer in die Brust. Anschließend stach auch der andere Angreifer mit dem Messer zu, schlussfolgerte das Gericht am Dienstag. Die beiden Männer hatten ihre Tat schon zum Prozessauftakt gestanden, allerdings bestritt der Kindsvater, selbst mit dem Messer zugestochen zu haben.
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