Kampf gegen Zika-Virus
Zentralamerika einigt sich auf Aktionsplan

Guatemala-Stadt. Die Staaten Zentralamerikas wollen mit einem Aktionsplan der Verbreitung des Zika-Virus entgegentreten. Darauf hätten sich in einer Telekonferenz die Minister aus ganz Zentralamerika einschließlich von Belize und Panama geeinigt, erklärte der guatemaltekische Gesundheitsminister, Alfonso Cabrera am Mittwoch.

Ziel sei es, schwangere Frauen besser vor einer Infektion zu schützen. Eine der vordringlichsten Maßnahmen sei das Ausräuchern der Brutstätten von Moskitos. Auch sollten Schwangeren besondere Verhaltensmaßregeln nahe gelegt werden, hieß von offizieller Seite. In Guatemala gibt es 105 bestätigte Fälle von Zika. Das Zika-Virus wird vor allem von der Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen. Die Betroffenen haben meist grippeähnliche Symptome, viele Infizierte aber gar keine. Eine Gefahr könnte die Infektion für Schwangere darstellen. Das Virus steht im Verdacht, Mikrozephalie bei Ungeborenen zu verursachen. Diese kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt, was meist zu geistiger Behinderung führt.

Eine Infektionsgefahr mit dem Zika-Virus durch sexuellen Kontakt besteht möglicherweise auch noch nach dem Abklingen der akuten Symptome.

Anders als im Blut könne das Virus in Sperma, aber auch in Urin in einigen Fällen über mehrere Wochen feststellbar und damit ansteckend sein, sagte Thomas Löscher von der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Universität München der Deutschen Presse-Agentur. "Neu ist der Nachweis im Urin auch für die Diagnostik", sagte Löscher.
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