Kein zukunftsfähiges Rentensystem

Zur Rente mit 63 Jahren:

Die Rente mit 63 scheint sich zu einen Erfolgsrezept zu entwickeln. Immer mehr Bürger, die die Anforderungen erfüllen, nehmen das Angebot zum frühzeitigen Ausscheiden aus den Berufsleben in Anspruch. Ich kann diese Menschen sehr gut verstehen, denn bisher war es so, dass man mit 63 auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar war oder sich mit gesundheitlichen Problemen im beruflichen Alltag bis zur Rente quälte.

Die Kritik der deutschen Wirtschaft, dass qualifiziertes Personal verloren gehen und der Fachkräftemangel verschärft würde, kann ich nicht nachvollziehen. Denn wer was auf seine älteren Arbeitskräfte hält,tut bestimmt alles, um sein qualifiziertes Fachpersonal zu halten. Mit Niedriglöhnen lässt sich heute kein Facharbeiter mehr abspeisen. Firmen, die ihren Fachkräften einen gerechten Lohn zahlen und gute Sozialleistungen bieten, haben auch kein Problem mit Fachpersonal. Zum anderen gibt es genügend Fachkräfte, die sich zum Meister oder Techniker weiterbilden.

Dass sich die Regierung mit der Zahl der frühzeitigen Ausscheider aus dem Arbeitsleben verschätzt hat, ist nicht von der Hand zu weisen, aber den Bürgern braucht man das nicht in die Schuhe schieben. Die Regierungen in der Vergangenheit haben es alle versäumt, ein anständiges und zukunftsfähiges Rentensystem aufzubauen. Die Anzahl der Rentner mit 63 Jahren wird sich wieder verringern, denn die Zahl der Arbeitnehmer, die 45 Jahre im Berufsleben erreichen, wird wohl in den nächsten Jahren deutlich weniger werden.

Hermann Stauber 92533 Wernberg-Köblitz
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