Klage gegen Döpfner auch in zweiter Instanz erfolglos
Pleite für Erdogan

Köln. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat auch in zweiter Instanz keine gerichtlichen Schritte gegen Springer-Chef Mathias Döpfner durchsetzen können. Das Oberlandesgericht Köln bestätigte am Dienstag eine Entscheidung des Landgerichts Köln, das eine einstweilige Verfügung abgelehnt hatte.

In dem Fall geht es um Döpfners öffentliche Unterstützung für den TV-Satiriker Jan Böhmermann, der Ende März in seiner Sendung ein "Schmähkritik" überschriebenes Gedicht über Erdogan vorgetragen hatte. Der Präsident ging daraufhin rechtlich gegen Böhmermann und den Springer-Chef vor. Aber auch das Oberlandesgericht kam zu dem Schluss, dass Döpfners Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien. Döpfner hatte in einem offenen Brief geschrieben: "Ich möchte mich, Herr Böhmermann, vorsichtshalber allen Ihren Formulierungen und Schmähungen inhaltlich voll und ganz anschließen und sie mir in jeder juristischen Form zu eigen machen."
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