Klassiker & Newcomer
Biergarten-Führer

Spitalgarten: Die Brauereirechnungen des Spitals lassen sich bis in die Zeit um 1350 zurückverfolgen, doch erst 1852 hat das Spital die "Tafernwirtsgerechtigkeit" vom Buchhändler und Druckereibesitzer Friedrich Pustet für 1300 Gulden erworben. Seitdem sind der Bier-, Wein- und Kaffeeausschank ebenso wie das Beherbergungs- und Schlachtrecht verbrieft. Schade für Fans: Während der EM ist der Spitalgarten eine fußballfreie Zone. Aber gut, der Dom und die Steinerne Brücke machen ja auch was her. St. Katharinenplatz 1.

Fürstliches Brauhaus: Essen in der Garage, das klingt eigen, ist hier aber schick, denn bei der "Garage" handelt es sich um den ehmaligen Marstall der Familie von Thurn und Taxis. Ohne Kutschen, ohne Pferde, dafür mit glänzenden Braukesseln, in denen jede Woche hauseigenes Helles, Dunkles und Weizen gebraut wird. Draußen im Biergarten spenden entweder alte Bäume oder ein Dach im Jugendstil Schatten. Waffnergasse 6 - 8.

Gravenreuther: Im Gravenreuther sind die Kneipen-Unikate vergangener Zeiten noch lebendig und schauen als geschnitzte Figuren den Gästen von heute zu. Der "Schmalzler Franzl" verdankt seinen Spitznamen dem Schnupftabak. "Krebshaut" gerufen wurde der Mesner von St. Emmeram. Sein Gesicht war krebsrot, seine Nase zwetschgenblau, zwei Farben, die man bei Menschen antrifft, denen Alkohol in beachtlichen Mengen zum Lebensbedürfnis geworden ist. Welcher Gast von heute schafft es wohl an die Wand? Hinter der Grieb 10.

Hubertushöhe: Kneitinger Bier wird im Wirtshaus, Biergarten und Restaurant ausgeschenkt, dazu gibt's ab und an Blasmusik. Im Schatten der alten, dicht gewachsenen Laubbäume verliert auch der heißeste Sommer seinen Schrecken. Wilhelm-Raabe-Straße 1.
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