Köln.
Gesundheitstrend von der Möbelmesse: Kneippen im eigenen Badezimmer

(dpa/tmn) Früher fuhr man dazu auf Kur, heute ist das Kneippen im eigenen Badezimmer möglich. Ein Teil der ganzheitlichen Erholung nach Pfarrer Sebastian Kneipp umfasst die Hydrotherapie. "Das ist im Grunde nichts anderes, als den Körper mit Wasser zu reizen", erklärt Angelika Martina Brüßel, Geschäftsführerin von Aqua Cultura, einer Vereinigung von Badeinrichtern.

"Das Wasser regt an und mobilisiert." Das gelingt etwa durch Wechselbäder für die Füße und Arme. Oder dadurch, Oberschenkel oder Gesicht kalt abzuduschen. Immer mehr Hersteller bieten Installationen dafür für zu Hause an.

"Eigentlich ist Kneippen in jedem Badezimmer möglich, sogar in einem kleinen", erklärt Brüßel, die auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln (noch bis 25. Januar) einen Vortrag zum Thema hält. Aber das vorhandene Inventar lässt sich dafür meist nicht nutzen. Denn ein Wasserstrahl aus dem Duschkopf entfalte nicht die gewünschte Wirkung.

"Das Badezimmer sollte auf jeden Fall einen Kneippschlauch haben, und dieser sollte an kaltes wie auch warmes Wasser angeschlossen sein", sagt Brüßel. "Der Schlauch sollte einen Durchmesser von zwei Zentimetern haben." Bei einer Schenkeldusche in der eigenen Badewanne sollte man nicht mit den Füßen im Wasser stehen, das sich während der Anwendung aufstaut. Daher rät Brüßel zu einem erhöhten Ablaufgitter aus Holz für die Wanne.

Wer ein Bad neu baut oder das alte saniert, kann den Raum gleich auf das Kneippen auslegen: Ein zusätzliches Fußbecken lässt sich am Ende oder an der Seite der Wanne installieren. So sind Wechselbäder zwischen kaltem Wasser in dem einen Becken und warmem Wasser im dem anderen möglich.

Die Wanne wird etwas weiter von der Wandseite weggerückt als üblich, es entsteht ein größerer Absatz, auf den man sich gut für das Fußbad hinsetzen kann. Ist die Dusche groß genug, passen Bänke hinein zum Hinsetzen während einer Schenkeldusche. Andernfalls bietet sich ein Hocker an. Bauherren sollten ein Waschbecken einplanen, das tief und breit genug ist, um beide Arme darin zu baden, erklärt Brüßel.
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