Komfortabler Kraxler

Subaru ist traditionell dort im Einsatz, wo Geländegängigkeit gefragt ist: im Pferdesport, auf schwierigen Waldwegen oder in schneereichen Gegenden. Bild: bz

Während der Outback bei Subaru die Rolle des sportlichen SUVs spielt, ist der Forester eher für Wald und Wild zuständig. "Försters Liesl" hat er dabei allerdings nicht im Blick.

Als der Allrad-Weltmeister vor nunmehr 18 Jahren den Forester auf die Straße rollte, war das nicht nur optisch ein vierradgetriebener Kombi mit etwas erhöhter Bodenfreiheit. So etwas wie ein japanischer Allroad. In den folgenden Jahren schätzten immer mehr Fahrer die Mixtur aus Kraxelkunst und Komfort. Dazu kam Lifestyle statt Landscape. Die Welt der SUVs sprengte die Nische.

In dieser Zeit veränderte auch der Forester seine Optik. Er gewann an Höhe und Eleganz und misst sich heute mit so starken Wettbewerbern wie Toyota RAV4, Nissan X-Trail, Ford Kuga oder auch Hyundai ix35. Und auch in der vierten Generation hat der Subaru nichts von seiner Geländegängigkeit eingebüßt. Der Forester ist das wichtigste Modell, sozusagen das Gesicht der Marke. Immerhin die Hälfte aller Verkäufe werden auf seinem Konto verbucht. Neu ist jetzt ein Zweiliter-Diesel mit einer stufenlosen Getriebe-Automatik. Beides gibt es schon, aber nicht in dieser Kombination. Lineartronic nennt Subaru diese Art der Kraftübertragung, bei der eine spezielle Laschenkette zwischen zwei auf einer Welle verschiebbaren Scheibensätzen läuft.

Diese Technik war zunächst nur Benzinmotoren vorbehalten, weil die sogenannten Variatoren dem höheren Drehmoment der Dieselaggregate nicht gewachsen waren. Mit der von Schaeffler-Tochter Luk mitentwickelten High-Torque-Lineartronic ist das jetzt vorbei. Nach der Premiere im großen Bruder Outback ergänzt Subaru damit auch das Angebot beim Forester. Das System arbeitet völlig unaufgeregt im manuellen Modus via Schaltwippen und stellt sieben definierte Kennlinien zur Verfügung. Geht's bergauf oder bergab erkennt das System den Fahrzeugzustand und wählt automatisch das optimale Übersetzungsverhältnis.

Außerdem haben die Techniker den Selbstzünder des Jahres 2015 weiter optimiert. Er erfüllt jetzt die Euro 6-Norm, ist effizienter und umweltschonender. Der 147 PS starke Vierzylinder stellt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern bei 1600 Umdrehungen zur Verfügung und gehört mit einem Normverbrauch von 6,3 Litern (163 g/km CO2) zu den eher sparsamen Vertretern der SUV-Welle. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 188 km/h, die 100er-Marke schafft der Freizeit-Kraxler in 9,9 Sekunden. Neben der neuen Motor-/Getriebe-Kombination hat Subaru auch das Entertainment und die Navigation aktualisiert, ebenso die Touchscreen-Steuerung für externe Geräte.

Der Forester des Jahrgangs 2015 gibt es als Boxer-Diesel mit Lineartronic ab Ende März zu Preisen ab 32 200 Euro. In der Sport-Version sind 40 700 Euro fällig.
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