Kommentar von Albert Franz
Nicht nur in NRW: Die Saat der Scharfmacher geht auf

Schutzschild. Karikatur: Tomicek
Da braut sich was zusammen. Die Schwelle zur Gewaltanwendung sinkt. In Nordrhein-Westfalen schaukeln sich die Scharfmacher schon länger hoch. Es ist kaum noch auszumachen, was früher da war: Die ausländerfeindlichen, anti-islamischen Parolen der Partei Pro-NRW, oder die Hassprediger in und vor den Moscheen.

Plötzlich stehen sie sich gegenüber: Auf der einen Seite gewaltbereite Hooligans in unheiliger Allianz mit rechtsextremistischen Schlägertrupps, auf der anderen Seite gewaltbereite Salafisten. Und wenn sie sich schon nicht gegenseitig vermöbeln können, gehen sie los auf Polizei und Rettungskräfte. Nein, die Sicherheitskräfte in Köln haben eben nicht gewusst, was da auf sie zukommt.

Bemerkenswert jedoch ist vor allem die Reaktion der Verfassungsschützer aus Bayern: Alles kein Problem! Aber was will man von Staatsschützern auch erwarten, die links daherkommenden Jugendlichen, die ein Feuerzeug in die Luft werfen, mit der ganzen Härte des Gesetzes drohen, aber immer noch hilflos davorstehen, wenn Rechtsextreme ihre Blut- und Boden-Ideologie im Netz verbreiten und unbescholtene Bürger bedrohen.

albert.franz@derneuetag.de
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