Kommentar von Albert Franz
Verliebt in den Erfolg: Markus Söder muss liefern

Ankunft in Hamburg. Karikatur: Tomicek
Mitunter ist es von Vorteil, einen Finanzminister zu haben, der noch nach Höherem strebt. Von Markus Söder kann man das getrost annehmen. Deshalb ist er nicht nur ehrgeizig bis in die Haarspitzen, sondern auch in den Erfolg verliebt. Er will beweisen, dass er das Zeug dazu hat, etwas zu bewegen.

Die jetzt vorgestellten Sonderhilfen für Kommunen, in denen es finanziell brennt, die strukturelle Probleme haben oder unter Bevölkerungsschwund leiden, sind deshalb beides: Teil des bayerischen Strukturprogramms und Teil des söderschen Karriereprogramms. Das ist ihm nicht vorzuwerfen. Wenn das Ergebnis stimmt. Die Summen, die Söder in die Hand nimmt, sind vielleicht noch nicht der große Wurf. Aber es ist ein Anfang. Weiden, Tirschenreuth und Waldsassen können die Millionen gut gebrauchen, mehr noch vielleicht Wunsiedel.

Die Nagelprobe aber steht Söder erst noch bevor. Um seine Pläne für die Behördenverlagerung ist es bemerkenswert still geworden. Art und Umfang der Verlagerungen sollen im Herbst festgelegt werden, verkündete er im August in Nürnberg. Meteorologisch endet der Herbst am 30. November, astronomisch am 21. Dezember. Das könnte knapp werden.

albert.franz@derneuetag.de
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