Kommentar von Alexander Pausch
Bayern muss mehr für seine Mittelschulen tun

Risikogruppen. Karikatur: Tomicek
Der Alarmruf des bayerischen Lehrerverbandes ist überfällig. Wer sich mit Lehrern unterhält, die an Mittelschulen unterrichten, hört schon seit langem, wie Schulleiter in manchen Regionen aus dem Vollen schöpfen, während in anderen Gebieten Mangelverwaltung herrscht.

An manchen Mittelschulen, auch in der nördlichen Oberpfalz, müssen alle Lehrer Überstunden leisten, um den Regelunterricht zu gewährleisten. Denn die mobile Reserve ist ausgeschöpft. In anderen Mittelschulen, etwa in Oberbayern, würden sie dagegen gefragt, welche Zusatzfächer sie noch gerne anbieten wollten, erzählen Lehrer. Denn für den Regelunterricht sind ausreichend Kräfte in der Einrichtung. Diese Schilderungen bestätigen nur die Umfrageergebnisse des bayerischen Lehrerverbandes.

Das Kultusministerium mag zu Recht auf die Erfolge bei der Fortentwicklung der Mittelschule hinwiesen - aber es reicht nicht. Der Staat muss mehr tun. Denn längst muss die Mittelschule auch jenseits der großen Städte all jene auffangen, die sonst keinen Schulabschluss erreichen würden.

___

E-Mail an den Autor:

alexander.pausch@derneuetag.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.