Kommentar von Alexander Pausch
Der griechischen Regierung mangelt es an Professionalität

Ikarus und Daedalus. Karikatur: Tomicek
Die griechische Führung denkt, einer gibt den Takt vor, die übrigen 18 Euro-Länder kuschen. Doch so funktioniert die Europäische Union nicht, und so funktioniert schon gar nicht die Euro-Zone. Angesichts des kurzatmigen Hin und Her im vergangenen halben Jahr durch den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras braucht es niemanden zu wundern, dass bei den anderen Euro-Mitgliedern die Nerven blank liegen.

Jenseits des Taktierens, Erpressens und des kreativen Umgangs mit der Wahrheit war weder von Tsipras noch von seinem Finanzminister Gianis Varoufakis ein ökonomisches Argument gegen den Kurs der Euro-Zone im Fall Griechenland zu hören. Ein Kurs, den immer alle Regierungen in Athen mitgetragen haben, wenngleich schon vor Tsipras nicht jede Reform der griechischen Verwaltung und des Staates mit Nachdruck angegangen worden war.

Auch jenseits des Atlantiks, in Washington, haben die politischen Eliten längst erkannt, dass es der griechischen Regierung an Professionalität fehlt. Allen voran gilt das für Finanzminister Varoufakis, obwohl er als Gastdozent an der Universität von Texas in Austin lehrt.

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