Kommentar von Alexander Pausch
Dobrindt weiß, dass am Ende Brüssel über die Maut entscheidet

Crashtest-Dummies. Karikatur: Tomicek
"Gut Ding will Weile haben", lautet eine Volksweisheit - und Zeit haben sich die Architekten der Pkw-Maut durchaus reichlich genommen. Würde allein dieser Maßstab angelegt, müsste am morgigen Mittwoch, wenn das Bundeskabinett über die Vorlage von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) entscheiden soll, ein perfektes Werk seinen Weg in den Bundestag nehmen.

Doch nun kommt ausgerechnet auf der Zielgeraden ein Warnschuss aus Brüssel. Kein Wunder, dass die CSU und vor allem Dobrindt gequält reagieren. Schließlich mussten sich beide in den zurückliegenden Monaten vieler Kritiker erwehren, auch aus dem Oberpfälzer Grenzland. Denn so einfach ist das abkassieren der ausländischen Autofahrer nicht, wie es sich die CSU im Wahlkampf ausgemalt hatte.

Doch der Brief von EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc macht deutlich, dass am Ende Brüssel entscheidet. Daran ändert auch nichts, dass Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) seinem Kabinettskollegen beispringt.

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