Kommentar von Alexander Pausch
Hollande und Merkel auf verzweifelter Mission

Schnelle Eingreiftruppe. Karikatur: Tomicek
Im Rückblick sprechen Historiker oft von einer Zeitenwende, wenn sich ein Jahr als entscheidend für einen Umbruch herausstellt. Das Jahr 2014, Hundert Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges, hat alles, sich dafür zu qualifizieren.

Die russische Führung um Präsident Wladimir Putin brach mit der Helsinki-Schlussakte von 1975, in der sich Ost und West verpflichtet hatten, die Unverletzlichkeit der Grenzen zu akzeptieren. Im Konflikt in der Ost-Ukraine setzte Russland offen und verdeckt Militär ein.

Derzeit bemühen sich westliche Politiker, allen voran Bundeskanzlerin Angel Merkel und der französische Präsident François Hollande darum, das vergangene Jahr nicht zu einer Zäsur der Weltgeschichte werden zu lassen. Doch längst gibt es viele die an den Erfolgsaussichten zweifeln, so sehr sich jeder den Erfolg wünscht.

Egal wie oft vom Westen auch beschworen wird, dass es im Konflikt um die Ukraine keine militärische Lösung gibt, gilt dies nicht für Putin. Er hat bislang mit seinem Militäreinsatz Erfolg. Der Nato bleibt nur, sich weiter um eine friedliche Lösung zu bemühen und gleichzeitig deutlich zu machen: bis hierhin und nicht weiter.

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