Kommentar von Alexander Pausch
Lohnplus in der Metallbranche weckt Begehrlichkeiten

"... Mist!" Karikatur: Tomicek
Den Tarifabschluss in der Metallindustrie in Baden-Württemberg werden viele als Maßstab für die Lohnrunden in diesem Jahr nehmen. Gewerkschaften und Arbeitnehmer hoffen, auch in anderen Branchen ein Einkommensplus von 3,4 Prozent zu erreichen.

Vor allem in den laufenden Verhandlungen in der Chemieindustrie und im öffentlichen Dienst wird die Arbeitnehmerseite auf das Metall-Ergebnis verweisen. In letzterem Bereich möglicherweise mit Erfolg: Schließlich boomt nicht nur die Elektro- und Metallindustrie, sondern auch der Staat freut sich über Rekordeinnahmen. Dagegen sehen viele Arbeitgeber mit bangem Blick nach Baden-Württemberg. Nicht alle profitieren vom Export.

Für die IG Metall bedeutet der Abschluss einen gemischten Erfolg. Da die Inflation in diesem Jahr bei rund einem Prozent liegen soll, gibt es für die Arbeitnehmer ein ordentliches Reallohnplus. Bei der persönlichen Weiterbildung hat die Gewerkschaft dagegen nur die große Zehe in die Tür gebracht.

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