Kommentar von Alexander Pausch
Lokführer schaden sich selbst

Auf Pendler und Bahnreisende kommen harte Zeiten zu. Ab Montag, so ist der Chef der Gewerkschaft der Lokomotivführer zu verstehen, drohen Streiks. Was das bedeutet, haben die "Bahnerer" bereits im September vorgeführt. Bundesweit standen im Nah- und Fernverkehr die Züge still.

Trotz dieser, für Bahnkunden leidvollen Erfahrung, hat eine Mehrheit Verständnis für einen Lokführerstreik. Ob dies so bleibt, wenn die Menschen realisieren, dass es beim Arbeitskampf nicht nur um eine Lohnerhöhung von fünf Prozent und eine kürzere Arbeitszeit, sondern auch um einen Machtkampf mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, bliebt dahingestellt.

Politiker fürchten derartige Kämpfe der Gewerkschaftsorganisationen um Mitglieder. Sie planen deshalb ein Gesetz zur Tarifeinheit. Der nun drohende Streik ist Wasser auf ihre Mühlen. Die Lokführer schaden sich mit ihrem Ausstand am Ende nur selbst.

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