Kommentar von Alexander Pausch
Neid und Gerechtigkeit

"Schau den an", bekommen viele zu hören, die es hierzulande zu etwas gebracht haben. Dabei schwingt ein neidvoller Unterton mit. Ganz anders in den USA, dort gibt es neidlose Anerkennung. Reichtum gilt jenseits des Atlantiks als Belohnung für Erfolg und als Ansporn.

Doch was ist gerecht? Neid hilft bei der Debatte darüber nicht. Neid ist ebenso eine Todsünde wie Gier. Diese steht seit dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase im Jahr 2007 am Pranger. Dort gehört auch der Neid hin.

Unabhängig davon muss diesseits und jenseits des Atlantiks über Armut und Reichtum diskutiert werden. In den USA macht zu Recht seit einiger Zeit das Wort "Plutokratie" die Runde. Deutschland muss sich fragen lassen, warum sich die Armut in der unteren Schicht verfestigt.

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