Kommentar von Alexander Pausch
Richtige Ziele

der IG Metall

Alle fünf Jahre eine neue Software oder neue Maschinen, deren Bedienung erlernt werden will - für einen Großteil der Arbeitnehmer ist heutzutage klar: ohne zu lernen und sich weiterzuentwickeln geht es nicht. Viele erkennen auch, dass sie angesichts der Dynamik in der Wirtschaft möglicherweise nicht ihr ganzes Leben im einst gelernten Beruf arbeiten können.

Die Forderung der IG Metall nach einer Bildungsteilzeit, die Beschäftigten einen zeitlichen und finanziellen Anspruch auf persönliche berufliche Weiterbildung sichern soll, hat deshalb Charme.

Ob aber die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn und nach Ausbau der Altersteilzeit klug ist, werden die Tarifverhandlungen zeigen. Denn in der Metallindustrie gibt es nicht nur die boomende Export-Industrie, sondern auch Bereiche, die knapsen müssen. Am Ende könnte sich die Tarifflucht beschleunigen.

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Wirtschaftsnotizen

Daimler: Neue Modellnamen

Autobauer Daimler trägt der immer größer werdenden Zahl neuer Modelle Rechnung - und benennt einzelne Autos um. Wie der Konzern am Dienstag in Stuttgart ankündigte, sollen die Namen stärker auf die fünf Modellreihen A, B, C, E und S hinweisen.

Verbraucherfreundlich: Daimler vereinfacht 2015 seine Modellbezeichnungen. Bild: dpa
Ein Beispiel: SUV-Modelle beginnen nach dem Prinzip künftig mit GL und bekommen je nach Herkunft einen dritten Buchstaben zugefügt. Etwa GLS, wenn sie auf dem Flaggschiff S-Klasse aufbauen oder GLA bei Zugehörigkeit zur kompakten A-Klasse. Auch für die verschiedenen Antriebsarten gibt es spezielle Buchstabenkürzel. Daimler will bis 2020 mehr als 30 Modelle auf den Markt bringen. Die neue Nomenklatur gilt ab Anfang 2015. (dpa)

Reinhausen innovativ

"Ront" macht schon seit knapp zwei Jahren Schlagzeilen. Der regelbare Ortsnetztransformator brachte der Maschinenfabrik Reinhausen nun den Bayerischen Innovationspreis 2014. Als "Wegbereiter der Energiewende", bezeichnete IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes das Produkt des Regensburger Unternehmens. Im Ehrensaal des Deutschen Museums in München überreichte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner Geschäftsführer Michael Rohde den von Staatsregierung, Bayerischen IHKs und Handwerkskammern ausgelobten Preis. Der Preisträger setzte sich unter insgesamt 189 Bewerbungen aus ganz Bayern durch. (nt/az)
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