Kommentar von Alexander Pausch
Soldaten sind

zu wenig

Das deutsche militärische Engagement im Irak erinnert stark an die ersten Jahre des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan. Der war damals für Rot-Grün der gute Krieg - im Gegensatz zum Einmarsch der Amerikaner im Jahr 2003 in den Irak.

Heute sind beide Nationen im Irak. Wieder ist es, wie in Afghanistan, der Kampf gegen den Terrorismus, der als guter Krieg gilt - und angesichts der Unmenschlichkeit und Grausamkeit der IS-Miliz wird dies kaum jemand bestreiten wollen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht mit Blick auf die jüngsten Anschläge in Paris davon, dass es darum gehe, IS Glanz und Mythos zu nehmen.

Doch das ist zu wenig. Soldaten können nur Zeit kaufen, einen Feind zurückdrängen oder einen Konflikt einfrieren. Für Frieden müssen die Politiker sorgen. Doch so wie seit 2001 in Afghanistan oder unter der US-Herrschaft im Irak fehlt es auch heute im Zweistromland am zivilen Engagement aus dem Westen. Ohne Aussöhnung werden nach IS andere kommen, die die Konflikte zwischen den Gruppen im Irak für sich nutzen.

___

E-Mail an den Autor:

alexander.pausch@derneuetag.de

Kurz notiert David Petraeus droht Anklage

Washington.(dpa) Der pensionierte Topgeneral und ehemalige CIA-Chef David Petraeus wird möglicherweise wegen Weitergabe geheimer Informationen vor Gericht gestellt. Wie unter anderem die "Washington Post" und die "Los Angeles Times" berichten, empfehlen die Ermittlungsbehörden eine Anklage gegen Petraeus. Die Entscheidung liegt nun bei Justizminister Eric Hol-

Der ehemalige US-General und Ex-CIA-Chef David Petraeus.
der. Petraeus hatte 2012 seinen Posten aufgegeben, nachdem seine Affäre mit Paula Broadwell aufgeflogen war. Ihr soll er Zugang zu seinem CIA-E-Mail-Account und andere geheime Unterlagen gegeben haben.

Minister "Schweizer des Jahres"

Zürich.(dpa) Die Eidgenossen haben ihren Außenminister Didier Burkhalter zum "Schweizer des Jahres 2014" gekürt. Damit wurden in der Nacht zum Sonntag in der Fernsehshow "Swiss Award 2014" seine Bemühungen um Frieden und Vermittlung zwischen den Gegnern in der Ukraine gewürdigt. Der 54-Jährige hatte mit seinem Ukraine-Einsatz als Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) im Jahr 2014 international Anerkennung erworben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kommentare (5736)Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.