Kommentar von Alexander Pausch
SPD steuert in eine babylonische Gefangenschaft mit der Linken

Morgenrot. Karikatur: Tomicek
Aufseiten der Linken in der SPD wird schon lange die babylonische Gefangenschaft bedauert, in der sich die Partei zur Union befindet. Weil es der SPD seit dem Ende der rot-grünen Koalition im Jahr 2005 nicht mehr gelingen will, den Seniorpartner in einer Bundesregierung zu stellen, dringen die Parteilinken auch auf Bundesebene auf eine Öffnung hin zur Linkspartei.

Statt am eigenen Profil und damit an einem guten Wahlergebnis zu arbeiten, setzen sie auf einen weiteren Koalitionspartner, der den Sozialdemokraten helfen soll, ans Ruder zu kommen. Zumal Koalitionen mit der Linkspartei in den Ländern Routine scheinen.

Doch Rot-Rot-Grün in Thüringen als einen weiteren Schritt zur Normalisierung zu verbuchen, wie der Parteilinke Ralf Steger, ist falsch. Die SPD begibt sich in eine neue babylonische Gefangenschaft - mit der Linkspartei. Die feindliche Bruderpartei wird den Juniorpartner SPD vorführen, nicht aber die Grünen.

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