Kommentar von Alexander Pausch
Union und SPD vernachlässigen seit Jahren die Bundeswehr

Von der Leyen meldet Einsatzbereitschaft. Karikatur: Tomicek
Der Bundesregierung und mit ihr Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hilft es nicht, angesichts der peinlichen Pannenserie bei der Bundeswehr die Weisheit des Fußballers Jürgen Wegmann ins Feld zu führen. Denn die Frage der Einsatzbereitschaft der deutschen Streitkräfte darf niemals eine Frage von Glück und Pech oder beidem sein.

Es ist aber, wie viele jetzt suggerieren wollen, nicht nur eine Frage des Geldes. Entscheidend sind kluge politische Planung und verantwortungsvolle Führung. Doch Union und SPD war Industriepolitik wichtiger als Verteidigungspolitik. Erst als die deutschen Soldaten in Afghanistan blutiges Lehrgeld zahlen mussten, bekamen sie die nötige Ausrüstung. An der notwendigen politischen Rückendeckung fehlte es aber.

Zuhause herrscht seit Jahren eine dramatische Mangelwirtschaft. Von den Generälen und den Verteidigungsministern wird diese verbrämt. Dabei kann Deutschland seine sicherheitspolitischen Zusagen schon länger nicht erfüllen. Soldaten haben darauf hingewiesen. Sie wurden nicht beachtet.

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