Kommentar von Alexander Rädle
Freie Fahrt für Konflikt

Jetzt wird es also richtig ernst mit dem Streik der GDL. Wie versprochen. GDL-Chef Claus Weselsky lässt sich aber Spielraum nach oben: neun Stunden und mitten in der Nacht. Obwohl Nachwirkungen auf den Rest des Tages zu erwarten sind. Da geht noch mehr. 24-stündige Arbeitsniederlegungen dürften dennoch weitaus wirkungsvoller sein - normalerweise.

Mit einer raschen Einigung ist indes nicht zu rechnen. Weder Bahn noch GDL haben ein Interesse daran. Die Lokführergewerkschaft will ihren Einflussbereich ausweiten. Die Bahn würde am liebsten aber überhaupt nicht mit der GDL verhandeln. Sie möchte eigentlich nur mit der Gewerkschaft reden, die die meisten Mitglieder hat - nicht nur die meisten Mitglieder innerhalb einer Berufssparte. Also lieber mit der EVG statt mit der GDL. Die Signale stehen also auch in den nächsten Wochen nicht auf "Freie Fahrt".

alexander.raedle@derneuetag.de

Wirtschaftsnotizen

Weitere Beiträge zu den Themen: Kommentare (5732)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.