Kommentar von Alexander Rädle
Industrie 4.0: Auf Zukunft ohne Arbeit schon jetzt vorbereiten

"... der Fall Edathy!" Karikatur: Tomicek
Die Zukunft der Industrie steht in Amberg - seit 25 Jahren. Das Werk eröffnete nur wenige Jahre nach dem Konkurs der Sulzbach-Rosenberger Maxhütte 1987. Als der Niedergang einer alten Industrie begann, startete nur wenige Kilometer entfernt eine neue. Welche Bedeutung sie 25 Jahre später haben sollte, konnten sich damals wohl nur ganz wenige vorstellen.

Für die Oberpfälzer ist wie Balsam, dass ausgerechnet bei ihnen eines der modernsten Werke eines der weltgrößten Elektronikkonzerne steht. Moderne gegen das Gefühl, abgehängt und vernachlässigt zu sein. Industrie 4.0 in einer Region, die sich vielfach in der Version 08.15 wähnt. Ob aber Industrie 4.0 zu Wohlstand für alle führen kann? Automatisch bestimmt nicht. Menschen werden zwar gebraucht. Aber mehr Arbeitsplätze sind nicht zu erwarten. Eher weniger. Wenn irgendwann Industrie 5.0 die Version 4.0 ersetzt. Wenn es genügt, Ideen zu haben, aber für deren Umsetzung niemand mehr arbeiten muss. Haben wir dann noch Jobs für alle?

Auf diesen Fall müssen wir uns vorbereiten. Schließlich braucht jeder Mensch eine Aufgabe und ein Auskommen.

alexander.raedle@derneuetag.de
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