Kommentar von Alfred Schwarzmeier
Messi der Unterschied

Die Fußballsprache neigt gerne zu Extremen. Besonders, wenn es darum geht, außerordentliche Leistungen zu glorifizieren. Bei Lionel Messi ist mittlerweile das Ende der Fahnenstange erreicht. Außerirdischer, Künstler, Express, Magier, Fußballgott - die internationale Presse überschlägt sich nach seinen beiden Toren gegen den FC Bayern in bildhafter Ekstase.

Manche Metapher mag zu gewaltig, manche zu banal sein, um das Phänomen Messi zu beschreiben. Pep Guardiola wählte einfache Worte und brachte damit bereits vor dem Anpfiff die ganze Wahrheit auf den Punkt: "Messi ist nicht zu stoppen. Er ist einfach zu gut."

Eine Einschätzung, die nach den 90 Minuten am Mittwochabend nicht zu widerlegen ist. Messi sorgte für Präsenz, Messi sorgte für Inspiration und Messi sorgte für Tore. Ganz im Gegensatz zu den Bayern. Zu einem Geniestreich war keiner der Leistungsträger in der Lage: Kein Bastian Schweinsteiger, kein Thiago, kein Philipp Lahm.

Im Rückspiel dürfte sich an den Kräfteverhältnissen nicht viel ändern. Eine Aufholjagd wie gegen den FC Porto scheint blanke Illusion. Der FC Bayern wird im Halbfinale scheitern. Nicht, weil der FC Barcelona ein zu starkes Kollektiv stellt. Er wird ausscheiden, weil der Gegner über die deutlich höhere Qualität an individueller Klasse verfügt. Allen voran dieser Super-Wunder-Mega-Messi.

alfred.schwarzmeier@derneuetag.de

Fußball Erst ein Team holte drei Tore auf

Barcelona. (dpa) Der FC Bayern braucht im Halbfinal-Rückspiel der Champions-League gegen den FC Barcelona ein Fußball-Wunder. Erst ein Club hat in der Königsklasse einen Drei-Tore-Rückstand im Rückspiel aufgeholt. Deportivo La Coruña wendete am 7. April 2004 im Viertelfinale nach einem 1:4 beim AC Mailand im Rückspiel noch mit einem 4:0-Heimsieg das Blatt.

Europa-League

Halbfinale, Hinspiele

FC Sevilla - AC Florenz 3:0

SSC Neapel -Dnjepr Dnjepropetrowsk 1:1

Rückspiele

Donnerstag, 14. Mai

Finale

Mittwoch, 27. Mai, in Warschau
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