Kommentar von Alfred Schwarzmeier
Nicht der letzte Knall

Wenn der Außendruck zu groß wird, dann implodiert der Kern eines Objekts. Auch der Weltfußball kann sich solchen physikalischen Gesetzen nicht entziehen. Mit dem 90-Tage-Bann gegen Joseph Blatter und Michel Platini ist nicht nur das Machtzentrum der Fifa in seine Bestandteile zerlegt, auch die Schaltzentrale der Uefa liegt in Trümmern.

Dass ausgerechnet das Ethik-Komitee des Weltverbandes den lauten Knall verursacht, ist fast schon ein Treppenwitz. Bereits 2011 hatte jenes Gremium auf Antrag des damaligen Blatter-Herausforderers Mohamed bin Hammam interne Ermittlungen gegen den Schweizer angestellt. Halbherzig und uninspiriert ging man der Arbeit nach. Was dabei herauskam, war die Entlastung Blatters von jeglichen Korruptionsvorwürfen.

Dass nun genau diese Ethik-Kommission die Kehrtwende vollzieht, ist vor allem einer Zwangslage geschuldet. Ohne die Hartnäckigkeit der US-Justiz, ohne die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch Schweizer Behörden wäre eine Suspendierung maßgebender Entscheidungsträger des Fußballsports nicht denkbar gewesen. Dieser Druck staatlicher Instanzen muss aufrechterhalten werden. In den Führungszirkeln des Weltfußballs sitzen offensichtlich noch etliche Funktionäre, die Dreck am Stecken haben. Je öfter es in den kommenden Monaten knallt, um so besser.

alfred.schwarzmeier@derneuetag.de

Fußball

Fürth gegen Salzburg 1:1

Heimstetten.(dpa) Die SpVgg Greuther Fürth hat in einem Testspiel gegen den österreichischen Serie1:1. Nach dem Rückstand durch einen Foulelfmeter von Salzburg von Jonatan Soriano (39. Minute) gelang Jürgen Gjasula in der 51. Minute der Ausgleich für den Fußball-Zweitligisten und zugleich der Endstand.
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