Kommentar von Alfred Schwarzmeier
Warnendes Beispiel

Wenn ein B-Klassist keine Mannschaft mehr stellen kann, oder ein Kreisliga-Klub seine Reserve auflöst, dann ist das bedauerlich, aber auch halbwegs normal. Der demografische Wandel schlägt auf den Fußballplätzen zu. Abmeldungen sind längst keine Seltenheit mehr.

Was allerdings beim SC Luhe-Wildenau passiert ist, hat mit Demografie nichts zu tun. Ein komplettes Bezirksliga-Team hat sich deshalb aufgelöst, weil die Strukturen der Fußballsparte zusammengebrochen sind. Abteilungsleitung vakant, Betreuer Fehlanzeige, keine Ansprechpartner - was wundert's, dass selbst langjährige Leistungsträger keine Lust mehr hatten.

Der Schiffbruch ist am allerwenigsten Siegfried Goschler anzulasten. Der 68-Jährige hat in den letzten Tagen versucht, zu retten, was zu retten ist. Er lief sich die Hacken ab, wollte Spieler zum Bleiben bewegen, neue Fußballer rekrutieren.

Alles vergeblich. Der Lack ist ab beim einstigen Flaggschiff im Fußballkreis Amberg/Weiden. Was bleibt, ist eine Erkenntnis: Ohne Personen, die anpacken, ihre Freizeit zum Vereinswohl opfern, geht es nicht in einem Fußballklub. Leider werden solche "Kümmerer" immer seltener. Der SC Luhe-Wildenau hat diese traurige Erfahrung gemacht. Für andere Vereine könnte sie zur Warnung dienen.

alfred.schwarzmeier@derneuetag.de

Fußball

FC Amberg siegt beim FV Vilseck

Tore: 0:1 (9.) Schneider, 1:1 (21.) F. Pröls, 1:2 (62.) Dietl, 1:3 (72./Eigentor) Dietrich, 1:4 (80.) Wiedmann, 1:5 (88.) Seitz - SR: Philipp Götz (Ettmannsdorf).

Fußball macht derzeit angesichts der hochsommerlichen Temperaturen sicherlich nur bedingt Spaß. Aber der Regionalligist FC Amberg hat am Donnerstagabend beim Bezirksligisten FV Vilseck das Beste daraus gemacht und sich mit 5:1 (1:1) durchgesetzt. "Es war trotz des Wetters eine gute Einheit für uns", sagte nach dem Schlusspfiff Sportlicher Leiter Bernd Scheibel.

Schneider brachte schon nach neun Minuten die Vilsstädter in Führung, die Frederic Pröls (21.) zum 1:1-Halbzeitstand egalisierte. In den zweiten 45 Minuten bestimmte dann den Regionalligist das Geschehen. Michael Dietl (62.), ein Eigentor durch Christoph Dietrich (72.), Marco Wiedmann mit einem 25-Meter-Hammer (80.) und Sven Seitz (88.) schraubten das Ergebnis auf 5:1. Am Sonntag (17.30 Uhr) geht es für Amberg zur DJK Gebenbach, am 8. Juli (18.30 Uhr) nach Etzenricht
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