Kommentar von Clemens Fütterer
Breitband-Kapazitäten entscheiden über die Zukunftsfähigkeit

Besuch auf der Hannover-Messe. Karikatur: Tomicek
Im benachbarten Westböhmen, direkt hinter der Grenze, ist es um schnelles Internet bestens bestellt. Diesseits der Grenze sind zwei Drittel der Oberpfälzer Unternehmer mit ihren digitalen Kapazitäten unzufrieden. Knapp 85 Prozent müssen mit mäßigen 16-Mbit/s-Leitungen oder weniger auskommen.

Leistungsfähiges Breitband wird inzwischen zum Standortkriterium und zur Frage der Wettbewerbsfähigkeit - so wie Strompreis, Lohnkosten oder Verkehrsanbindung. Die Datenmengen explodieren förmlich, so dass die derzeit verfügbaren Bandbreiten schon 2016 den Bedarf nicht decken. So begrüßenswert (und überfällig) die Initiative von Markus Söder für den Breitband-Ausbau ist: Die rasant wachsenden Online-Anforderungen überholen die Zielvorgaben. Geht es nach dem Wunsch der Wirtschaft, müssten die Breitbandkapazitäten innerhalb weniger Jahre mehr als verfünffacht werden.

Dies ist mit 1,5 Milliarden Euro nicht zu schaffen. Das Thema Breitband dürfte wohl an den Kommunen hängenbleiben. Vorausschauende Bürgermeister werden an Bündnissen mit der lokalen Wirtschaft nicht vorbeikommen, um die Zukunftsfähigkeit ihrer Gemeinde zu sichern.

clemens.fuetterer@derneuetag.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.