Kommentar von Clemens Fütterer
Druck zur

Veränderung

Symbolträchtig - wie einst die Fachhochschule - sollte die fusionierte VR-Bank Amberg-Weiden (Arbeitstitel) gleichsam die finanzielle Brücke zwischen beiden Oberzentren schlagen. Die Macht des Faktischen holte die ehrgeizigen Pläne ein. Zu gegensätzlich ist offensichtlich der Charakter bei der Kreditvergabe: hier eine offensive Prägung, dort eher konservative Zurückhaltung. Die Aufsichtsräte brachten diese konträre, grundsätzliche Ausrichtung nicht auf einen Nenner.

Gleichwohl kommen die Banken und Geldinstitute in den kommenden Jahren nicht umhin, sich neu aufzustellen. Viele sehen sich schon heute kaum mehr in der Lage, den von der EZB verordneten Regularien zu folgen. Vor allem die kleineren Banken waren bisher ein Stabilitäts-Garant in Krisenzeiten, und dem Mittelstand ein verlässlicher Partner. Die Europäische Zentralbank bringt sie nun in Existenznöte: eine gewollte Struktur-Bereinigung?



Wirtschaftsnotizen

Auch Norma hat Interesse

Kurz vor der öffentlichen Anhörung zur geplanten Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann durch Edeka hat sich auch der Discounter Norma als Kaufinteressent ins Spiel gebracht. Norma habe ein Angebot für die Übernahme mehrerer Filialen abgegeben, sagte eine Unternehmenssprecherin der "Süddeutschen Zeitung". An einer Übernahme des Gesamtpakets von rund 450 Supermärkten sei der Billiganbieter aber nicht interessiert, hieß es. Norma ist nicht der einzige Wettbewerber, der Interesse an Tengelmann-Filialen signalisiert hat. Auch die Schweizer Migros und die Kieler Coop zeigten Interesse an Teilen der Supermarktkette. Rewe erklärte sogar seine Bereitschaft, Kaisers's Tengelmann ganz zu übernehmen. (dpa)

DeTeMedien vor Verkauf

Die Deutsche Telekom kommt beim geplanten Verkauf ihrer Verlagstochter DeTeMedien voran. Mit mittelständischen und regionalen Telefonbuchverlagen habe sich das Unternehmen auf eine Kaufoption bis 2017 verständigt, sagte ein Konzernsprecher am Dienstag. Bis zu diesem Zeitpunkt können die Fachverlage sämtliche Anteile an DeTeMedien erwerben. Verlage und Telekom hätten sich darüber hinaus auf eine Beilegung von Rechtsstreitigkeiten geeinigt. In dem Streit ging es um die Frage, welche Erlöse der Telekom-Tochter zustehen. Verzeichnisse wie das Telefonbuch, das Örtliche und die Gelben Seiten, die von der DeTeMedien vertrieben werden, gehörten nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens, begründete die Telekom den anstehenden Verkauf. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. (dpa)
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