Kommentar von Clemens Fütterer
Familienfreundlichkeit der Firmen als Wettbewerbs-Kriterium

Ganz Ohr. Karikatur: Tomicek
In der Realität besitzt die Vereinbarkeit von (junger) Familie und Beruf noch Potenzial. Die berufstätigen Eltern stehen meist vor der Wahl zwischen Kind oder Karriere, materiellem Verzicht oder Wohlstand.

Im Ringen um die besten Köpfe und den qualifiziertesten Nachwuchs wird jedoch schon in den nächsten Jahren der Anpassungsdruck auf die Wirtschaft massiv wachsen. Die familienfreundliche Arbeitszeitgestaltung, die Kriterien für den beruflichen Wiedereinstieg oder die kostengünstige Betriebs-Kindertagesstätte dürften sich zu echten Wettbewerbs-Argumenten entwickeln: Bei der persönlichen Entscheidungsfindung, sich in der Lebensphase als Vater oder Mutter bei dieser oder jener Firma zu engagieren, oder auch nicht. In den vergangenen Jahrzehnten war der Arbeitskräfte-Bedarf der deutschen Wirtschaft jedenfalls ein entscheidender Faktor für gesellschaftliche Öffnungen und Entwicklungen. So könnte bald die Familienfreundlichkeit zu einem wirtschaftlichen Standortvorteil Deutschlands werden.

Für diese Macht des Faktischen gibt es schon zahlreiche ermutigende Signale. Demografie ist auch Chance.

clemens.fuetterer@derneuetag.de
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